Braunschweig. Der Wähler hat gesprochen. Bei der Kommunalwahl am gestrigen Sonntag wurde auch der Rat der Stadt Braunschweig neu gewählt. Auch wenn auf den ersten Blick die Grundtendenz gleich bleibt, ist doch auch eine gewisse Verschiebung erkennbar. Und es wird auch viele neue Gesichter geben.
Auf den ersten drei Plätzen bleibt alles beim Alten. Die SPD bleibt mit 15 Sitzen stärkste Kraft vor Bündnis 90 / Die Grünen mit 11 Sitzen und der CDU mit 10 Sitzen. Doch da alle drei Parteien Stimmenverluste erlitten haben, sind andere Parteien herangerückt. Die AfD hat mit 7 Sitzen ihren Anteil mehr als verdreifacht, Die Linke mit 6 Sitzen verdreifacht. Eine Mehrheitsbildung wird dadurch nicht einfacher. Es werden künftig mindestens drei Partner vonnöten sein.
Wer ist noch dabei?
Denn es sind noch mehrere weitere Parteien vertreten. FDP und BIBS verlieren jeweils einen Sitz, sind aber weiter mit 2 Abgeordneten im Rat. Die PARTEI und Volt können ihren Sitz jeweils verteidigen. Und auch das BSW wird erstmals mit einem Sitz vertreten sein. Die Basis hat dagegen ihren Sitz verloren, die Piraten, die bei der letzten Wahl einen Sitz gewonnen hatten, waren gar nicht mehr angetreten.
Veränderungen in der SPD
Innerhalb der Fraktionen gibt es auch einige Änderungen. Bei der SPD sind wieder viele alte, bekannte Gesichter dabei, wie die Landtagsabgeordneten Annette Schütze und Christoph Bratmann, Ratspräsident Frank Graffstedt oder Fraktionsgeschäftsführer Frank Flake. Bürgermeisterin Annegret Ihbe hat es dagegen nach jetzigem Stand nicht geschafft. Ein neues Gesicht bei der SPD ist der Journalist Falk-Martin Drescher, der bei der letzten Kommunalwahl noch als Parteiloser für die FDP angetreten war.
Bei den Grünen ist die Fraktionsvorsitzende Lisa-Marie Jalyschko nicht wieder zur Wahl angetreten. Andere prominente Vertreter wie Leonore Köhler, Gordon Schnepel oder Sabine Kluth bleiben dem Rat aber erhalten. Bei der CDU bleiben die meisten bekannten Gesichter wie Thorsten Köster, Claas Merfort oder Maximilian Pohler im Gremium. Auch Urgesteine wie Heidemarie Mundlos und Thorsten Wendt sind wieder dabei. Der Landtagsabgeordnete Oliver Schatta ist dagegen nach jetzigem Stand raus.
Neuanfang bei der AfD
Bei der AfD gibt es einen kompletten Neuanfang. Anneke vom Hofe und Stefan Wirtz, die zehn Jahre lang im Rat saßen, sind nicht mehr vertreten. Dafür sieben neue Abgeordnete, von denen der Bundestagsabgeordnete Mirco Hanker der Bekannteste sein dürfte. Bei den Linken ist die langjährige Vertreterin Gisela Ohnseorge nicht mehr dabei, und bei der BIBS hat es OB-Kandidat Robert Glogowski nicht mehr geschafft. Bei der FDP ist nach vielen Jahren Mathias Möller nicht mehr dabei.
Die Namen aller vertretenen Personen kann man hier nachlesen. Es können sich durch Verzichte oder andere Gründe noch Änderungen ergeben.

