Braunschweig. Mit beeindruckender Kreativität haben Schülerinnen und Schüler aus Braunschweig und Umgebung ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung gesetzt. Im Rahmen des Mal- und Schreibwettbewerbs „Licht aus – Natur an!“ des NABU Braunschweig zeigten sie, wie vielfältig ihre Perspektiven auf die Nacht und ihre Bedeutung für Tiere und Natur sind. Am 10. September wurden die besten Beiträge im Nachhaltigkeitszentrum Braunschweig (NHZ) ausgezeichnet.
Insgesamt beteiligten sich elf Schulen an dem Wettbewerb. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten eigene Ideen, Geschichten und Bilder rund um die Frage, warum Tiere und Menschen Dunkelheit brauchen und welche Auswirkungen künstliches Licht auf die Natur haben kann. Damit haben sie sich auf kreative Weise mit einem wichtigen Thema des Naturschutzes beschäftigt.
Mit Kreativität für mehr Bewusstsein
Der Wettbewerb ist Teil der bis 2027 laufenden Kampagne „Auch Löwen brauchen Dunkelheit“ des NABU Braunschweig. Mit Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der Bürgerstiftung Braunschweig macht der NABU auf die Bedeutung der natürlichen Dunkelheit aufmerksam. Denn künstliche Beleuchtung kann den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus vieler Tiere beeinflussen und damit Auswirkungen auf die biologische Vielfalt haben.

Am 10. September wurden die besten Beiträge im Nachhaltigkeitszentrum Braunschweig (NHZ) ausgezeichnet. Foto: NABU Braunschweig
Mit Ausstellungen, Fachvorträgen, Umweltbildungsangeboten und weiteren Veranstaltungen möchte der NABU Braunschweig für einen bewussteren Umgang mit künstlichem Licht sensibilisieren und zeigen, wie sich Beleuchtung naturverträglicher gestalten lässt. Der Mal- und Schreibwettbewerb gab dabei insbesondere Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen einzubringen und ihre Sicht auf das Thema sichtbar zu machen.
Wie konkret die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung sein können, erläuterte Hans-Henning Gerberding, Vorsitzender des NABU Braunschweig, anhand einer Geschichte aus der praktischen Naturschutzarbeit. Eine Schleiereule hatte ihren Brutplatz im Artenschutzturm des NABU wegen eines falsch eingestellten Bewegungsmelders zunächst verlassen. Nach einer einfachen Korrektur des Melders kehrte die Eule jedoch zurück und zog erfolgreich ihre Jungen auf. Das Beispiel zeigt, dass oft schon kleine Anpassungen im Alltag eine große Wirkung für den Schutz der Natur entfalten können.
Auch die Stadt Braunschweig war vertreten

Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum war bei der Preisverleihung anwesend. Foto: NABU Braunschweig e.V.
Auch Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum war bei der Preisverleihung anwesend. Er würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler und betonte die Bedeutung ihres Beitrags. Zudem verwies er auf Aktivitäten der Stadt Braunschweig zur Reduzierung der Lichtverschmutzung, unter anderem durch die Teilnahme am Earth Day und die Umsetzung intelligenter Beleuchtungskonzepte im städtischen Raum.
Ebenfalls anwesend waren Vertreterinnen der Unteren Naturschutzbehörde Braunschweig sowie Lehrkräfte und Leitungen der GS Bebelhof (Frau Jegerlehner und Frau Maiwald), IGS Franzsches Feld (Frau Kleinhans), Edith-Stein-Schule (Frau Iden und Frau Bogner) und GS Stöckheim (Frau Hartmann).
Das sind die Preisträger
Die zahlreichen Einsendungen zeigten, wie vielfältig und kreativ sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Lichtverschmutzung und der Bedeutung der Dunkelheit für die Natur auseinandergesetzt haben. Mehrere Beiträge wurden durch die Jury ausgezeichnet.
Malwettbewerb: Clark Joshua Gonzales, Kl. 3b, GS Bebelhof; Emila Staßar, Kl. 5g2, Gymn. Raabeschule; Mirolava Ivanova, Kl. 2c, GS Stöckheim; Odin Kassner, Kl. 2b, GS Hondelage; Adela Rejzkova, Kl. 8bi2, NO Braunschweig und Sophia Koschny, Kl. 1a, GS Völkenrode.
Literaturwettbewerb: Amelie Buchmann, Kl. 6, Waldorfschule, mit der Geschichte „Hansi in Geitelde“.
Schulpreis geht an die Grundschule Bebelhof
Auch das besondere Engagement einer Schule wurde ausgezeichnet: Den übergreifenden Schulpreis erhielt die Grundschule Bebelhof. Fünf Klassen beteiligten sich mit insgesamt mehr als 80 Bildern am Wettbewerb.
Als Anerkennung für dieses besondere Engagement sponsert der NABU ein Tipi aus Weidenholz für den Schulgarten. Damit soll die Beschäftigung mit Natur und Umwelt auch über den Wettbewerb hinaus im Schulalltag erlebbar bleiben.



