DPolG Niedersachsen fordert ganzheitliche Sicherheitskonzepte für Kommunen

Die Diskussion um sogenannte Angstzonen in Hannover zeigt aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft Niedersachsen ein grundlegendes Problem in der kommunalen Sicherheitspolitik.

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Polizei (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Hannover. Die Diskussion um sogenannte Angstzonen in Hannover zeigt aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft Niedersachsen ein grundlegendes Problem in der kommunalen Sicherheitspolitik. Wer auf einzelne Brennpunkte nur mit punktuellen Maßnahmen reagiert, verschiebt Probleme häufig lediglich in die nächste Straße oder in angrenzende Quartiere.


Sicherheit entsteht nicht durch Verdrängung, sondern durch tragfähige Strukturen. Anlass sind die Berichte über die Situation am Raschplatz, am Hauptbahnhof Hannover und im Umfeld des Amtsgerichts Hannover. Wenn Beschäftigte eines Gerichts aufgrund einer verlagerten Drogenszene Angst haben, zur Arbeit zu gehen, und Rechtssuchende Termine meiden, ist das kein lokales Randproblem mehr, sondern ein Warnsignal für alle größeren Kommunen in Niedersachsen.

Die DPolG Niedersachsen warnt davor, die Debatte allein auf mehr Polizei zu verengen. Die Polizei ist durch wachsende Aufgaben und steigende Einsatzbelastung längst am Limit. Die DPolG Niedersachsen fordert daher eine dauerhafte sichtbare Präsenz der Polizei, starke kommunale Ordnungsdienste mit klaren Befugnissen sowie dezentrale Sozial- und Suchtangebote, um Probleme nicht an wenigen Orten zu konzentrieren.

Auch die städtebauliche Kriminalprävention, etwa durch bessere Beleuchtung und Pflege des öffentlichen Raums, wird als notwendig erachtet. Die Verantwortung für den öffentlichen Raum liegt in erster Linie bei den Kommunen, die handeln müssen, um Sicherheit zu gewährleisten.


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