Klinikum Wolfenbüttel: Dieser Bereich hat jetzt neue und moderne Räume

Für die Patienten bedeute der Umbau neben kürzeren Wegen und modernen Untersuchungs- und Vorgesprächsräumen vor allem mehr Sicherheit.

In den zahlreichen Untersuchungsräumen werden alle gängigen kardiologischen und gastroenterologischen Untersuchungsverfahren durchgeführt.
In den zahlreichen Untersuchungsräumen werden alle gängigen kardiologischen und gastroenterologischen Untersuchungsverfahren durchgeführt. | Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel

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Wolfenbüttel. Knapp zweieinhalb Jahre Umbauzeit und Investitionskosten von mehr als 4,5 Millionen Euro – das sind die Eckdaten des neuen Funktionsdienstbereichs für Gastroenterologie und Kardiologie im Städtischen Klinikum. Nun wurden die neuen Räumlichkeiten feierlich eröffnet. Dies teilt das Städtische Klinikum Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung mit.



„Ich freue mich, dass an dieser historischen Stelle, wo sich einst unser alter OP befand, etwas Neues, Zukunftsweisendes entstanden ist“, so Axel Burghardt, Geschäftsführer des Klinikums, der sich bei der Stadt Wolfenbüttel, dem Förderverein, dem Aufsichtsrat und insbesondere den Mitarbeitern für ihre tatkräftige Unterstützung, aber auch Geduld bedankte.

Sehnlichst herbeigewünscht


Wer als Patient in den vergangenen Jahrzehnten kardiologisch oder gastroenterologisch im Städtischen Klinikum behandelt wurde, hat die Räumlichkeiten sicherlich direkt vor Augen. Sehnlichst hatten die Teams der Funktionsdienste Gastroenterologie und Kardiologie sowie der Kliniken für Kardiologie und Gastroenterologie daher den Bezug ihres neuen Bereichs herbeigewünscht. Schließlich wird nahezu die gesamte Palette an kardiologischen und gastroenterologischen Untersuchungsverfahren in diesem Bereich durchgeführt. Viele davon auf dem Niveau eines Uniklinikums, heißt es in der Pressemitteilung.

Groß war die Freude beim Team des Städtischen Klinikums und den Gästen über die Neueröffnung.
Groß war die Freude beim Team des Städtischen Klinikums und den Gästen über die Neueröffnung. Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel


Doch bevor der Umzug von der ersten in die zweite Etage des Klinikums vollzogen werden konnte, war es ein weiter Weg. Der alte Zentral-OP musste abgerissen, der Umbau gemeinsam geplant und schließlich umgesetzt werden. Das Ergebnis sorgt nun für zufriedene Gesichter auf allen Seiten. „Der Umbau ist ein Sprung in ein neues Zeitalter“, freut sich Prof. Dr. Kinan Rifai, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin Gastroenterologie.

Modernisierung dringend nötig


Aufgrund der stetig wachsenden Zahl an zu versorgenden Patienten, war eine grundlegende Modernisierung dringend nötig geworden. Hinzu kamen zahlreiche neue Untersuchungsmethoden und hochmoderne Gerätschaften, die entsprechend Platz benötigen. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir hier am Klinikum solche Projekte, mit Raum für neue Ideen und Innovationen, gemeinsam erfolgreich umsetzen können“, so Michael Brandl, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie.

Für die Patienten bedeute der Umbau neben kürzeren Wegen und modernen Untersuchungs- und Vorgesprächsräumen vor allem mehr Sicherheit. Das liegt insbesondere am großzügigen Aufwachraum – dem neuen Herzstück des Bereichs. Dieser ist für das Team der Funktionsdienste jederzeit einsehbar. „Wir haben unsere Patienten somit stets im Blick und können unmittelbar reagieren“, erklärt Sandra Mertins, Gesamtleitung der Funktionsdienste und fügt an: „Gleichzeitig ist es der Ort, wo alle Bereiche - Funktionsdienst, Gastroenterologen und Kardiologen zusammenkommen und Seite an Seite arbeiten.“

Der großzügige, überwachte Aufwachraum bildet das zentrale Herzstück des neuen Bereichs.
Der großzügige, überwachte Aufwachraum bildet das zentrale Herzstück des neuen Bereichs. Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel


Schon jetzt würden viele Eingriffe ambulant durchgeführt – Tendenz steigend. Ein stationärer Aufenthalt ist damit nicht notwendig. „Wir haben die fortschreitende Ambulantisierung bei der Neukonzeption des Bereichs mitgedacht und besonders viel Platz im Aufwachbereich sowie gleich mehrere Räume für Aufklärungsgespräche eingeplant“, berichtet Mertins.

Hinzu kommt eine Anlage, in welcher die Endoskope hygienisch aufbereitet werden. Der gesamte Prozess läuft nahezu vollautomatisiert ab. „Die Endoskope verbleiben bis zum Einsatz am Patienten in speziellen Körben, so reduzieren wir mögliche Transportschäden auf ein absolutes Minimum und erhöhen die Patientensicherheit noch einmal zusätzlich“, erörtert Sandra Mertins.

In einer hochmodernen Aufbereitungsanlage werden die Endoskope vollautomatisch hygienisch aufbereitet.
In einer hochmodernen Aufbereitungsanlage werden die Endoskope vollautomatisch hygienisch aufbereitet. Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel gGmbH


Die hinzugewonnenen Kapazitäten machten es möglich, dass die neuen Räumlichkeiten auch von Kooperationspartnern genutzt werden können. So wird künftig Michael Lim, Facharzt für Innere Medizin, aus dem MVZ Innere Medizin Salzgitter, unter anderem Endoskopien im Klinikum durchführen. Da alle Untersuchungsräume über mobile Gerätschaften verfügen, kann jede gastrologische und kardiologische Untersuchung in jedem Raum durchgeführt werden. „Wir haben in keinem Raum mehr feste Schranksysteme, weil wir zum einen möglichst flexibel bleiben wollten und zum anderen sich auch die Reinigung bedeutend einfacher gestaltet, wenn das Mobiliar verschiebbar ist“, so Mertins.

Was entsteht in den alten Räumen?


In den alten Räumlichkeiten der Funktionsdienste in der ersten Etage des Krankenhauses haben die Bauarbeiten unterdessen bereits begonnen. Hier entsteht in den kommenden Monaten ein zweites Linksherzkatheterlabor, wo alle gängigen Diagnostikverfahren der Herzgefäße durchgeführt werden. „Stillstand wird also auch in Zukunft in unserem Klinikum nicht so schnell eintreten“, so Dr. Björn Billmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie, abschließend.

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