Barrieren abbauen: So lief die erste Inklusionskonferenz der Stadt

Barrierefreiheit ist eine dauerhafte Aufgabe – diese Lehren ziehen die Beteiligten aus der Veranstaltung.

Mit der ersten Inklusionskonferenz hat der Fachdienst Soziales und Senioren der Stadt Salzgitter in Zusammenarbeit mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen erstmals ein zentrales Austauschforum geschafften. (v.l. Klaus Gasch (stellv. Gruppenleiter Blinden- & Sehbehindertenverband), Birgit Göttsche  (Beirat für Menschen mit Behinderungen), Hans-Werner Eisfeld (Vorsitzender Beirat für Menschen mit Behinderungen), Olaf Kleint (Fachdienstleister Soziales und Senioren der Stadt Salzgitter), Karl-Heinz Mull, Ralf Braun, Berndt Roick, Dirk Kontny (alle Beirat für Menschen mit Behinderungen), Manuela Lehrke (Kommunale Behindertenbeauftragte).
Mit der ersten Inklusionskonferenz hat der Fachdienst Soziales und Senioren der Stadt Salzgitter in Zusammenarbeit mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen erstmals ein zentrales Austauschforum geschafften. (v.l. Klaus Gasch (stellv. Gruppenleiter Blinden- & Sehbehindertenverband), Birgit Göttsche (Beirat für Menschen mit Behinderungen), Hans-Werner Eisfeld (Vorsitzender Beirat für Menschen mit Behinderungen), Olaf Kleint (Fachdienstleister Soziales und Senioren der Stadt Salzgitter), Karl-Heinz Mull, Ralf Braun, Berndt Roick, Dirk Kontny (alle Beirat für Menschen mit Behinderungen), Manuela Lehrke (Kommunale Behindertenbeauftragte). | Foto: Stadt Salzgitter

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Salzgitter. Unter dem Motto „Ohne Hindernisse durch Salzgitter“ fand die erste Inklusionskonferenz der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen statt. Im Rathaus in Lebenstedt informierten sich zahlreiche Besucher über bestehende Angebote, Projekte und Perspektiven rund um Inklusion und Barrierefreiheit – das berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung.



Die Veranstaltung habe demnach deutlich gemacht, wie unterschiedlich Barrieren im Alltag sein können – von fehlenden Rampen über erschwerte Zugänge zu Informationen und Angeboten bis hin zu fehlender Orientierung für Menschen mit Sehbehinderungen. Ziel der Veranstaltung war es daher, Bewusstsein zu schaffen, bestehende Maßnahmen sichtbar zu machen, zu schauen, wo die Stadtgesellschaft beim Thema Inklusion steht und welche Herausforderungen noch vor ihr liegen.

Rollstuhlparcours und Fühlstraße machen Barrieren für alle erlebbar


Fachvorträge, Informationsstände und Mitmachangebote boten den Gästen zahlreiche Einblicke in das Thema Inklusion. Vorgestellt wurden unter anderem barrierefreie Stadtplanung, technische Hilfsmittel für Menschen mit Hör- und Sehbeeinträchtigungen sowie Beratungsangebote rund um Wohnen und Pflege. Besonders großes Interesse fanden interaktive Stationen wie der Rollstuhlparcours und die Fühlstraße, die verschiedene Alltagshindernisse erlebbar machten.

Beteiligung als Schlüssel für mehr Inklusion


Hans-Werner Eisfeld, Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderungen unterstrich die Bedeutung gemeinsamer Verantwortung: „Mehr als 90 Prozent aller Behinderungen entstehen im Laufe des Lebens. Deshalb betrifft Barrierefreiheit uns letztlich alle. Beteiligung und Austausch sind entscheidend, denn Menschen mit Behinderungen kennen die Herausforderungen des Alltags am besten. Wichtig ist, uns bereits bei der Planung neuer Projekte einzubeziehen.“ Dabei verwies er auf den Leitgedanken des Beirats: „Nichts über uns ohne uns.“ Von inklusiven Maßnahmen profitiere letztlich die gesamte Gesellschaft. So freue sich ein Elternteil mit Kinderwagen ebenso über eine barrierefreie Zuwegung wie eine ältere Person mit Rollator oder ein Mensch im Rollstuhl.

Positive Bilanz nach erster Inklusionskonferenz


Olaf Kleint, Leiter des Fachdienstes Senioren und Soziales der Stadt Salzgitter zog ein positives Fazit der ersten Inklusionskonferenz: „Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen Verwaltung, Verbänden, Initiativen und Bürgerinnen und Bürgern ist. Barrierefreiheit ist keine Einzelmaßnahme, sondern eine dauerhafte Aufgabe, die alle Bereiche unserer Stadt betrifft. Unser Ziel muss es sein, Mobilität und Teilhabe am gesellschaftlichen und öffentlichen Leben Schritt für Schritt für alle Menschen zugänglich zu machen – mit allen Beteiligten. Denn Inklusion gelingt nur gemeinsam.“