Energiepotentiale sichtbar machen: Landkreise starten Abwärme- und Energieressourcenportal

Ziel des neuen Portals sei es, verfügbare Energieeffizienzpotenziale bei der Nutzung von Abwärme, Photovoltaik, Solarthermie und Geothermie zu visualisieren und über das Internet gebündelt bereitzustellen.

Die Startseite des neuen Portals www.aerport.de.
Die Startseite des neuen Portals www.aerport.de. | Foto: Landkreis Goslar

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Goslar. Die Diskussion um die Energiewende und den Klimaschutz führt bei Unternehmen und Bürgern zu einem erhöhten Informations- und Handlungsbedarf. Aus diesem Grund und um die Region langfristig zu stärken und gleichzeitig nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz zu fördern, hat der Landkreis Goslar zusammen der TU Clausthal, der Ostfalia, der Firma IP Syscon GmbH sowie den beiden Nachbarlandkreisen, Northeim und Wolfenbüttel, das neue Internet-Portal „Abwärme- und Energieressourcenportal (AERPort)“ entwickelt. Das Projekt wurde aus Mitteln des Amtes für regionale Landesentwicklung in Braunschweig gefördert und unter der Federführung der WiReGo entwickelt. Dies teilt der Landkreis Goslar in einer Pressemitteilung mit.


Ziel des neuen Portals www.aerport.de sei es, verfügbare Energieeffizienzpotenziale bei der Nutzung von Abwärme, Photovoltaik, Solarthermie und Geothermie zu visualisieren und über das Internet gebündelt bereitzustellen. Hierüber würden Bürger und Fachleute in Wirtschaft und Verwaltung eine bessere Planungsgrundlage für die Umsetzung ihrer Energieeffizienzprojekte erhalten. „Mit diesem neuen Angebot leistet der Landkreis Goslar einen wichtigen Beitrag, um in der Debatte um Klimaschutz und Energiewende faktenbasiert die vorhandenen Energiepotentiale der Region für konkrete Projektplanungen zu nutzen“, so Landrat Thomas Brych. „Ebenfalls können die Informationen für die Initiierung zwischenbetrieblicher Energiekooperationen und damit einer Stärkung der regionalen Wirtschaft genutzt werden“, so der bei der WiReGo angestellte Projektleiter Dr. Daniel Tomowski.

Energieressourcen in der gesamten Region



Im Rahmen des Projektes konnten 13 Unternehmen für eine Befragung durch die Ostfalia gewonnen werden. Hiervon hätten sich acht Unternehmen bereiterklärt, weiter im Projekt mitzuarbeiten. Bei zwei Unternehmen wurde der Verbrauch von Wärme, Kälte und Strom für Betriebsgebäude und Produktion erfasst und bewertet. In zwei weiteren Unternehmen seien Messungen geplant. Schon im Rahmen dieser von den Wirtschaftsförderungen arrangierten Besuchen hätten drei innerbetriebliche und vier Nachbarschaftsprojekte identifiziert werden können, die konkrete Einspareffekte offenbaren. Außerdem wurden in einem Fall aus den Besuchen Themen für studentische Abschlussarbeiten gefunden, die nun bearbeitet werden.

Die digitale Datenaufbereitung im AERPort schaffe somit einen Überblick über die vorhandenen Energieressourcen in der gesamten Region, der auch für zukünftige kommunale Planungen und Quartiersentwicklungen genutzt werden könne.