Fachvortrag: Sprachbildung, Sprachförderung und Bewegung

20. September 2018
Professor Renate Zimmer hielt einen Vortrag zum Zusammenhang von Sprachbildung, Sprachförderung und Bewegung. Foto: Stadt Wolfsburg
Wolfsburg. Der Veranstaltungsraum im Haus der Jugend war mit über 120 Teilnehmern voll besetzt, als Professor Renate Zimmer einen Vortrag zum Zusammenhang von Sprachbildung, Sprachförderung und Bewegung hielt. Eingeladen hatten gemeinsam im Rahmen des Forums Sport und Bildung der Geschäftsbereich Sport der Stadt und der Stadtsportbund.

Die Professorin für Sport- und Bewegungswissenschaften und langjährige Leiterin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung wurde nach Angaben der Stadt ihrem Ruf gerecht, praxisnah ihre Forschungsergebnisse vorzustellen und die Zuhörer für eine bewegungsorientierte Sprachförderung in Kindertagesstätten und in Grundschulen zu begeistern. Ihr Vortrag lebte von vielen anschaulichen Beispielen, wie sich das Konzept „Bewegte Sprache“ in der Praxis umsetzen lässt.

„Setzen sie an den Ressourcen der Kinder und nicht an den Defiziten an. Verbinden sie die Lust an der Bewegung mit der Lust an der Sprache“, war eine ihrer Botschaften an das Publikum. Bildung selbst versteht die Expertin als aktiven Prozess, in dem sich das Kind die Welt durch forschendes und entdeckendes Handeln aneignet. Dabei spiele Bewegung eine ganz zentrale Rolle.
„Denken sie daran, Bewegung ist elementare Handlungs- und Ausdrucksform des Kindes und muss in den Vordergrund der pädagogischen Arbeit gestellt werden, um die motorische, sozial-emotionale und die sprachliche-kognitive Entwicklung zu fördern“, unterstrich Renate Zimmer. Neben zahlreichen Praxisbeispielen, die sie mit Videosequenzen kombinierte, stellte sie am Ende auch Studien zur Messung von Lernfortschritten von Kindern vor. Demnach ist die gezielte bewegungsorientierte Sprachförderung weitaus erfolgreicher als herkömmliche Konzepte, die häufig auf alltagsfernen Laborsituationen beruhen.

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