Frankfurt/Main. In Deutschland setzen sich Gartenbesitzer zunehmend für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Eine Befragung von KfW-Research ergab, dass 93 Prozent der Haushalte mit Garten auf den Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln verzichten. Zudem wählen 79 Prozent der Haushalte gezielt Pflanzen aus, die heimischen Vögeln als Nahrung dienen.
Darüber hinaus vermeiden 81 Prozent der Gartenbesitzer invasive, gebietsfremde Pflanzenarten. 82 Prozent der Haushalte platzieren Nisthilfen oder Futterstellen in ihren Gärten. Fast die Hälfte der Haushalte mit Garten setzt alle vier Maßnahmen des naturnahen Gärtnerns um. Laut KfW-Research besaßen 60 Prozent der 41 Millionen Haushalte in Deutschland einen Garten, wobei diese in ländlichen Gebieten häufiger vorkommen.
"Biodiversität ist ein harter ökonomischer Faktor", sagte Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. Denn nur eine intakte Natur stelle dauerhaft Trinkwasser, Nahrung, Medizin und fruchtbare Böden bereit und biete Schutz vor Hitze und Überschwemmung. "Etwa zwei Drittel der EU-Wertschöpfung sind abhängig von diesen Ökosystemleistungen, und ihr Verlust birgt ernste Wachstums- und Inflationsrisiken."
Gartenbesitzer in Deutschland fördern verstärkt Artenvielfalt
In Deutschland setzen sich Gartenbesitzer zunehmend für den Erhalt der Artenvielfalt ein.
Kleingarten (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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