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Gesundheitsrisiko durch Radonbelastung? Beratungsstelle bietet kostenlose Messung im Zuhause an

Anlässlich des Europäischen Radontages am kommenden Samstag, stellt sich die Frage: Wird die Wohnung durch Radonbelastung zur Gefahr für die eigene Gesundheit?

Auch durch einen Radonmonitor kann man alternativ die Belastung messen.
Auch durch einen Radonmonitor kann man alternativ die Belastung messen. Foto: pixabay

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05.11.2020

Region. Wie hoch ist die Radonbelastung in der Wohnung und kann das radioaktive Edelgas im Winter eine Gefahrenquelle für die Familie und Gesundheit darstellen? Das können Bewohner gerade von älteren Gebäuden durch eine Radon-Messung im eigenen Zuhause feststellen. Die Radon-Beratungsstelle des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bietet eine kostenlose Überprüfung der Radonbelastung in der Wohnung oder dem Eigenheim in einer Pressemitteilung an. Noch bis zum 17. Januar 2021 können sich Bewohner online für die Aktion anmelden.



Das radioaktive Edelgas Radon sei nach dem Rauchen eine der häufigsten Ursachen für Lungenkrebs. Anlässlich des Europäischen Radontages an diesem Samstag, 7. November, weist der NLWKN auf seine kostenlose Radon-Messkampagne für Bürgerinnen und Bürger hin. Gerade im heizintensiven Winterhalbjahr seien Radonmessungen sinnvoll.

Der Grund: Während der Heizperiode sind die Messwerte meist deutlich höher. "Dies liegt an den höheren Druck- und Temperaturunterschieden, aber auch daran, dass im Winter weniger gelüftet wird", erklärt Helge Behnsen von der Radon-Beratungsstelle des NLWKN. Bis Mitte Januar 2021 können sich Hauseigentümer und Mieter kostenfrei zur Teilnahme anmelden - und sich so ein konkretes Bild von der Radonbelastung im eigenen Zuhause machen.

"Gerade bei älteren Gebäuden oder Wohnräumen im Erdgeschoss und Keller ist eine Teilnahme sinnvoll", so Behnsen. Im Rahmen der Messungen werden kleine Messgeräte in den wichtigsten Aufenthaltsräumen ausgelegt und für die Teilnehmer individuell ausgewertet. Anonymisiert fließen die Daten zudem in die niedersachsenweite Statistik ein.

"Radon ist im Untergrund nicht gleichmäßig verteilt", weiß Dr. Kirsten Rupprecht vom Bereich Strahlenschutz im NLWKN. "Unsere bisher durchgeführten Messungen zeigen eine stärkere Radonkonzentration im Süden des Landes. Ein wichtiger Faktor hierfür ist die Geologie und die Bodenbeschaffenheit", so Rupprecht.
Wer sich für eine Teilnahme interessiert, kann sich noch bis 17. Januar 2021 über die Internetseite der Radonberatungsstelle oder per Telefon (05121/509-313) anmelden.



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