Ettenbüttel. In der Nacht zum heutigen Freitag wurden um 03:45 Uhr mehrere Feuerwehren zu einem Gebäudebrand in den Blumenweg nach Ettenbüttel alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits aus dem Dach einer Garage in Richtung des unmittelbar angrenzenden Wohnhauses. Durch eine schnell aufgebaute Riegelstellung verhinderten die Einsatzkräfte ein Übergreifen des Feuers auf das Gebäude. Ein Feuerwehrmann wurde während des Einsatzes leicht verletzt. Die fünf Bewohner konnten das Haus rechtzeitig verlassen und sind während des Einsatzes bei den Nachbarn untergekommen. Das berichtet die Feuerwehr in einer Pressemitteilung.
Die zuerst eintreffenden Kräfte der Ortsfeuerwehr Ettenbüttel konzentrierten sich zunächst darauf, das benachbarte Wohnhaus vor den Flammen zu schützen. Die Riegelstellung zeigte schnell Wirkung: Am Wohnhaus wurden nur zwei Fenster beschädigt und der Dachkasten durch die Hitzeeinwirkung in Mitleidenschaft gezogen, ein Übergreifen des Brandes konnte jedoch verhindert werden.
Anspruchsvolle Löscharbeiten in Ettenbüttel
Aufgrund der engen Bebauung gestalteten sich die anschließenden Löscharbeiten anspruchsvoll. Zeitweise waren sieben C-Strahlrohre gleichzeitig im Einsatz, um das Feuer von verschiedenen Seiten zu bekämpfen und die umliegenden Gebäude zu schützen. Einsatzleiter Christopher Bendowski, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Ettenbüttel, koordinierte die Maßnahmen von insgesamt 103 Feuerwehrkräften. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Ettenbüttel, Meinersen, Leiferde, Ahnsen, Päse und Seershausen.
20 Hühner bei der Brandstelle
Eine zusätzliche Aufgabe wartete während der Löscharbeiten auf die Einsatzkräfte: Rund 20 Hühner befanden sich in unmittelbarer Nähe der Brandstelle und mussten aufgrund der Rauch- und Hitzeentwicklung aus ihrem Bereich gebracht und an einen sicheren Ort umgesiedelt werden. Für ein Tier kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Während der Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann durch herabfallende Dachziegel an der Schulter verletzt. Er wurde vor Ort durch den Rettungsdienst untersucht und konnte anschließend gemeinsam mit seinen Kameradinnen und Kameraden die Einsatzstelle wieder verlassen.
Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem weiteren Notarzt sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und einem Leitenden Notarzt vor Ort. Auch die Polizei war an der Einsatzstelle.
Gegen 06:30 Uhr konnten die ersten Feuerwehren aus dem Einsatz entlassen werden. Die Ortsfeuerwehr Ettenbüttel blieb für die abschließenden Arbeiten vor Ort und verließ gegen 08:00 Uhr als letzte Feuerwehr die Einsatzstelle.

