Herausfordernder Einsatz: Waldbrand auf 4.000 Quadratmetern

In einem Waldstück bei Lessien ist am Dienstag ein Brand ausgebrochen. Der Torfboden stellte dabei eine besondere Herausforderung dar.

Rund 4.000 Quadratmeter Wald waren betroffen.
Rund 4.000 Quadratmeter Wald waren betroffen. | Foto: Timm Bußmann/Kreisfeuerwehr Gifhorn

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Lessien. Rund 4.000 Quadratmeter Wald waren von einem Waldbrand in der Gemarkung Lessien betroffen, zu dem die Feuerwehr erstmals am vergangenen Dienstagnachmittag um 13:22 Uhr alarmiert worden war. Auch am Folgetag beschäftigte die Brandfläche die Einsatzkräfte weiter: Der torfartige Waldboden sorgte immer wieder für Schwelbrände. Das berichtet die Kreisfeuerwehr Gifhorn in einer Pressemitteilung.



Zur Unterstützung der aufwendigen Nachlöscharbeiten kam am gestrigen Mittwochnachmittag der Abrollbehälter Vegetationsbrandbekämpfung des Landkreises Gifhorn mit mehreren Kreisregnern zum Einsatz. Bereits am Mittwochmorgen hatte die Feuerwehr Ehra-Lessien die Nachlöscharbeiten auf der rund 4.000 Quadratmeter großen Fläche fortgesetzt. Eine besondere Herausforderung stellte dabei die Beschaffenheit des Bodens dar. Die Glut hatte sich stellenweise in den torfartigen Untergrund gefressen und führte immer wieder zu neuen Schwelstellen.

Nach einem Personalwechsel entschied der Ehra-Lessiener Ortsbrandmeister Marcus Daasch am Nachmittag, weitere Spezialtechnik anzufordern. Die Feuerwehr Knesebeck rückte daraufhin mit dem Abrollbehälter Vegetationsbrandbekämpfung des Landkreises Gifhorn an.

850 Liter Wasser pro Minute


Unter der Leitung des Knesebecker Ortsbrandmeisters Holger Krebs verteilten die Einsatzkräfte sieben Kreisregner über die betroffene Waldfläche. Zusätzlich wurde ein mobiler Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 5.000 Litern als Pufferspeicher aufgebaut. Über die Kreisregner konnten anschließend insgesamt rund 850 Liter Wasser pro Minute großflächig und kontinuierlich auf dem Waldboden verteilt werden. Damit stand nicht mehr nur die punktuelle Bekämpfung einzelner Glutnester im Vordergrund. Vielmehr konnte die gesamte betroffene Fläche intensiv bewässert werden, um auch tiefer im Boden liegende Schwelstellen zu erreichen.

Pendelverkehr eingerichtet


Um die dafür erforderlichen Wassermengen kontinuierlich zur Verfügung zu stellen, richteten die Einsatzkräfte einen Pendelverkehr zu einer Wasserentnahmestelle in Lessien ein. Neben dem Tanklöschfahrzeug 4500 der Feuerwehr Ehra-Lessien wurden hierfür zwei weitere Tanklöschfahrzeuge 3000 aus Parsau und Tülau nachalarmiert. Zusätzlich unterstützte ein Landwirt die Feuerwehr mit einem 10.000-Liter-Wasserfass.

Maßnahme beendet


Durch die großflächige und kontinuierliche Bewässerung gelang es, den Waldboden intensiv zu durchfeuchten und die verbliebenen Schwelstellen zu bekämpfen. Gegen 20 Uhr konnten die Maßnahmen schließlich beendet und die eingesetzten Kräfte aus dem Einsatz entlassen werden.