Hochwasser in Müden - Heimbewohner müssen umziehen

Die Bewohner des Alten- und Pflegeheim Rama werden verlegt. Die Lage in der Samtgemeinde Meinersen ist weiterhin angespannt - vor allem an der Aller.

In Müden wurden am Nachmittag mehrere tausend Liter Wasser pro Minute aus dem System des Ortes in die Aller gepumpt.
In Müden wurden am Nachmittag mehrere tausend Liter Wasser pro Minute aus dem System des Ortes in die Aller gepumpt. | Foto: FB Presse- & Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr der SG Meinersen, Carsten Schaffhauser

Müden. Aufgrund der Aktuellen Hochwasserlage läuft in Müden (Aller) zurzeit eine Teilverlegung der Bewohner des Alten- und Pflegeheim Rama. Das teilt die Kreisfeuerwehr Gifhorn in einer Pressemeldung mit.



Es werden in den nächsten Stunden 20 Bewohner in andere Pflegeeinrichtungen im Landkreis verlegt. Dies geschehe in enger Absprache der Heimleitung, dem Rettungsdienst und der Schnell-Einsatz-Gruppe der DRK-Bereitschaften Gifhorn. Eine weitere Verlegung restlichen Bewohner sei für den morgigen Tag geplant. Einige Bewohner seien bereits zu ihren Angehörigen in die häusliche Pflege verlegt worden.

Lage in der Samtgemeinde


In der gesamten Samtgemeinde Meinersen würden derzeit mit aller Kraft Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen Hochwasserlage eingesetzt, heißt es in einer weiteren Pressemitteilung der Samtgemeinde. Die Hochwassersituation an der Oker sei aktuell unter Kontrolle. Derzeitiger Schwerpunkt konzentriere sich nun auf die Lage im Bereich der Aller.

Seit dem 23. Dezember wurden diverse Vorkehrungen getroffen, um die Auswirkungen des Hochwassers zu minimieren und die betroffenen Gebiete zu schützen. Ein umfassender Notfallplan wurde aktiviert, beginnend mit einer schnellen Informationsverteilung anhand des Hochwasseralarmplanes aller erforderlichen Kräften. Bereits am 24. Dezember wurde ein kleiner Stab gebildet, bestehend aus Vertretern der Verwaltungsleitung und des Bauamts, der Verwaltungsleitung, des Ordnungsamts, der Feuerwehr und der Polizei, um koordinierte Maßnahmen zu planen und umzusetzen.

Sandsackfüllmaschine im Einsatz


Die Situation wurde in Lagebesprechungen mit allen Ortsbrandmeistern erörtert, um ein ganzheitliches Vorgehen sicherzustellen. Mit Hilfe einer Sandsackfüllmaschine des Landkreises wurden insgesamt 7.000 Sandsäcke in Meinersen gefüllt, die zum Teil in gefährdeten Bereichen platziert wurden. Zudem wurden Absprachen mit Landwirten getroffen, um Gräben zu schließen oder zu öffnen, Pumpen und Silageplanen wurden beschafft, und wichtige Informationen wurden an gefährdete Bereiche, einschließlich Anlieger im Gewerbegebiet Meinersen, weitergegeben.

Das Rathaus war ebenfalls von den Auswirkungen betroffen. Um eindringendes Wasser zu minimieren, wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen. In den folgenden Tagen wurden weitere gezielte Maßnahmen durchgeführt, darunter der Bau von Dämmen in Seershausen und Ahnsen in Zusammenarbeit mit Feuerwehrkräften und Landwirten sowie die Sicherung des Schulzentrums mit Sandsäcken und Abpumpmaßnahmen.

Regenkanal drückt Wasser in den Ort


Am heutigen Donnerstag wird in Müden gemeinsam mit dem Wasserverband ein Regenkanal, der momentan Wasser von der Aller in den Ort drückt, mit einem BigPack verschlossen, um die Situation zu stabilisieren.

In Müden wurde ein Regenabfluss mit einem BigPack/Sandsäcken verschlossen.
In Müden wurde ein Regenabfluss mit einem BigPack/Sandsäcken verschlossen. Foto: FB Presse- & Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr der SG Meinersen, Carsten Schaffhauser


Die Feuerwehren der Samtgemeinde Meinersen arbeiten unermüdlich an diversen Fronten:
• Das Auspumpen diverser Keller erfolgt teilweise rund um die Uhr.
• Mehrere tausend Sandsäcke werden befüllt und für den Objektschutz verwendet.
• Dämme werden in Kooperation mit Landwirten in verschiedenen Bereichen wie Seershausen, Ahnsen und südlich von Ahnsen errichtet.
• Kanäle werden abgepumpt, und der Regenwasserkanal in Müden wird derzeit mit einem BigPack verschlossen.

Im Fokus ist auch der Bereich Höfen. Hier werden ebenfalls einzelne Gräben verschlossen. Die Samtgemeinde Meinersen setzt alles daran, die Auswirkungen des Hochwassers zu minimieren und die Sicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner zu gewährleisten. Die aktuellen Straßensperrungen haben weiterhin Bestand.


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