Starkregen sorgt für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Landkreis Gifhorn

Neben zahlreichen vollgelaufenen Kellern und Wohnungen mussten die Einsatzkräfte vereinzelt auch umgestürzte Bäume und herabgestürzte Äste beseitigen.

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Symbolfoto | Foto: Rudolf Karliczek

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Gifhorn. Nach der Hitzewelle am vergangenen Wochenende, hat eine Regenfront am heutigen Montagvormittag für zahlreiche unwetterbedingte Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Gifhorn gesorgt. Das berichtet die Feuerwehr am Montagnachmittag.



Bereits gegen 8 Uhr gingen bei der Einsatzleitstelle die ersten Notrufe wegen vollgelaufener Keller ein. Zudem meldeten zahlreiche Anrufende, dass Regenwasser über die Kanalisation und Abflüsse in Häuser und Wohnungen gedrückt wurde. Bis in die Mittagsstunden erreichten die Leitstelle zahlreiche weitere Notrufe infolge des anhaltenden Starkregens.

Bandansage koordiniert Einsätze vorab


Um die Vielzahl der unwetterbedingten Notrufe frühzeitig von anderen Hilfeersuchen für Feuerwehr und Rettungsdienst zu trennen und weiterhin eine schnelle Bearbeitung lebensbedrohlicher Notfälle sicherzustellen, schaltet die Einsatzleitstelle bei derartigen Wetterlagen eine Bandansage vor. Bereits zu Beginn des Notrufes wird der Grund des Anrufes abgefragt. Handelt es sich um einen unwetterbedingten Einsatz, wird dieser entsprechend gekennzeichnet und der Reihenfolge nach abgearbeitet. Dadurch können andere, möglicherweise lebensbedrohliche Einsätze weiterhin ohne Verzögerung disponiert werden. Dieses Verfahren hat sich bereits bei früheren Unwetterlagen bewährt und trug auch heute dazu bei, trotz des hohen Notrufaufkommens den Überblick zu behalten.

Meinersen und Wesendorf besonders betroffen


Insgesamt registrierte die Einsatzleitstelle am heutigen Vormittag rund 30 unwetterbedingte Einsätze. Neben zahlreichen vollgelaufenen Kellern und Wohnungen mussten die Einsatzkräfte vereinzelt auch umgestürzte Bäume und herabgestürzte Äste beseitigen. Besonders betroffen waren die Samtgemeinden Meinersen und Wesendorf. Auch in weiteren Gemeinden des Landkreises mussten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu einzelnen wetterbedingten Einsätzen ausrücken. Im Bereich der Samtgemeinde Hankensbüttel führte ein Blitzeinschlag in eine Stromoberleitung zu einem Brandereignis. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und arbeitet bei der weiteren Einsatzbewältigung eng mit dem zuständigen Energieversorger zusammen.

Keine Feuerwehr bei kleinen Wassermengen


Bei einigen Einsatzstellen stellten die Feuerwehrkräfte fest, dass sich lediglich wenige Zentimeter Wasser angesammelt hatten. Die Feuerwehr bittet um Verständnis, dass sie in solchen Fällen in der Regel nicht tätig werden kann. Die mitgeführten Pumpen sind für größere Wassermengen ausgelegt und können geringe Wasserstände technisch nicht wirksam aufnehmen. Als Orientierung gilt eine Wasserhöhe von etwa 30 Zentimetern.

Die Kreisfeuerwehr Gifhorn appelliert daher an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger: Kleinere Wassermengen sollten – sofern keine Gefahr besteht – mit geeigneten Haushaltsmitteln selbst beseitigt werden. So bleiben die Einsatzkräfte für akute Gefahrenlagen und lebensbedrohliche Notfälle verfügbar.

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