DRK sorgt sich um steigende Personalkosten

von Alec Pein


Bei der DRK-Kreisversammlung
Bei der DRK-Kreisversammlung | Foto: alec Pein

Goslar. Der Blick auf die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes im Landkreis Goslar im Jahr 2015 war am gestrigen Abend geprägt von Ereignissen in Herbst- und Wintermonaten, als viele Flüchtlinge eintrafen. Sorgenkinder sind aber Personalkosten und Mitgliederschwund geworden.


Die Tagesordnung führte über die Begrüßung der 109 anwesenden stimmberechtigten Delegierten aus 22 Ortsverbänden sowie den zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Organisationen, über einige Grußworte, hin zum spannendsten Thema des Abends: Den Zahlen.

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Hans Hartmann, Landesverbandspräsident des DRK Niedersachsen. Foto: Alec Pein



Hans Hartmann, Präsident des DRK Niedersachsen, dankte vorerst für die Arbeit in den Ortsverbänden. Neben den vielen zu bewältigenden Aufgaben, wie der Begleitung von Großveranstaltungen und der erfolgreich bewältigten Aufgabe die Flüchtlinge zu versorgen, sei es auch die Arbeit in den Orten, die das DRK ausmache. Gemeint waren die zahlreichen Veranstaltungen wie Seniorencafés oder Ausflugsfahrten. Hartmann appellierte, auch nachdem mit Hilfe von 5.000 DRK-Mitgliedern rund 20.000 Flüchtlinge vorübergehend untergebracht und versorgt werden konnten, sich weiter für Integrationsprojekte stark zu machen. Ein "existenzielles Thema in der alternden Gesellschaft" sei der Ausbau der Tagespflegeeinrichtungen. Diese entlasten Angehörige, betont Hartmann. "Not hat viele Facetten. Not zu lindern, dafür sind wir da", schloss er ab.

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Stephan Barz, Ortsverbandspräsident DRK Goslar Foto: Alec Pein




Mitgliederzahlen schrumpfen


Im Jahr 2015 kamen aus den Ortsverbänden bezüglich der Ein- und Austritte Zahlen, die Stephan Barz, Präsident des DRK-Kreisverband Goslar, zur Mahnung veranlassten. Gegen die Zahl von 61 Eintritten stehen in der Bilanz 383 ausgetretene Mitglieder. Der Kreisverband-Präsident äußerte, er habe im "erheblichen Umfang Sorge, die Austritte zu kompensieren" und motivierte die Anwesenden bei jeder Gelegenheit für die Mitgliedschaft zu werben.



Personalaufwand wird Sorgenkind 2017


Im Jahr 2015 erwirtschaftete das DRK im Kreis Goslar mit 71.000 Euro einen 50 Prozent höheren Überschuss als im Jahr 2014. Trotz Mehrausgaben für die Versorgung von Flüchtlingen in Höhe von rund 60.000 Euro. Im Personal-Posten verzeichnete man ein Minus von 331.00 Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Erklärung des Präsidenten: Zum einen werde mehr Personal beschäftigt, zum anderen sei die Einführung des Pflegemindestlohnes deutlich zu spüren. Bei der Vorstellung des Wirtschaftsplanes für das kommende Jahr erklärte Joachim Probst, das Pflegestärkungsgesetz würde eine große Herausforderung werden. Man habe deshalb "vorsichtig kalkuliert", der erwartete Personalaufwand soll demnach von 331.000 Euro auf 458.000 Euro steigen. Insgesamt rechne man mit einem Bilanzverlust von 20.000 Euro, der aber durch zweckgebundene Rücklagen gedeckt werden könne. Wo die Entlastung des Präsidiums noch einstimmig beschlossen wurde, war zum Wirtschaftsplan eine stille Kritik zu erkennen: 25 stimmten gegen die Planung für 2017, 5 enthielten sich.

Ehrungen


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Von links: Stephan Barz (Kreisverbandspräsident), Joachim Probst (Kreisgeschäftsführer), die geehrten Dieter Lode und Ute Kasel, Landesverbandspräsident Hans Hartmann Foto: Alec Pein

























Für ihre 50 jährige Mitgliedschaft wurde Ute Kasel geehrt. Dieter Lode nahm Abschied aus dem aktiven Dienst. Seit 1971 habe er sich im DRK-Kreisverband sowie Landesweit mit der Einführung neuer Strukturen verdient gemacht. Besonders von den von ihm gepflegten Kontakten zu Feuerwehr, THW und anderen Organisationen profitiere man noch heute. Lode habe sich "weit über das Normalmaß hinaus" engagiert, hieß es am Dienstag. Seine aktive Zeit, gehe mit 6.500 ehrenamtlichen Stunden auf dem Konto zu Ende.


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