Illegale Deponie: So läuft die Sanierung der Mergelgrube

Im Februar hatten die Arbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts in Goslar begonnen.

Abfall auf der wilden Deponie am 23. Dezember 2020, als die Umweltverbände die dortigen Zustände entdeckten.
Abfall auf der wilden Deponie am 23. Dezember 2020, als die Umweltverbände die dortigen Zustände entdeckten. | Foto: BUND / NABU

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Goslar. Im Februar dieses Jahres hatte der Landkreis Goslar berichtet, dass die Sanierung der ehemaligen Mergelgrube auf dem Goslarer Fliegerhorstgelände beginnt. Offenbar gab es jetzt in der Bau- und Umweltausschusssitzung der Stadt Goslar einen aktuellen Sachstandsbericht. Darüber informiert der BUND Westharz in einer Pressemeldung.



Seit 2018 seien auf dem alten Deponiekörper der „Mergelgrube“ Fliegerhorst zirka 40.000 Tonnen belasteter Bodenaushub, der im rechtlichen Sinne Abfall ist, illegal und ohne jedwede Genehmigung abgelagert worden. Die Goslarer Umweltverbände BUND und NABU hätten den Fall zur Anzeige gebracht.

Entsorgungskonzept dauerte Jahre


Im März 2021 habe das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig daraufhin in einem Anhörungsverfahren angeordnet, dass die dort gelagerten Abfälle vollständig zu entfernen und zu entsorgen seien und bis zum 2. Juli 2021 ein Entsorgungskonzept vorzulegen sei. Laut BUND habe das Entsorgungskonzept erst 2025 den Ansprüchen der zuständigen Behörden entsprochen.

8.000 Tonnen Material zurückgebaut


Anfang 2026 begannen die Arbeiten des Teilrückbaus und aktuell seien nach Auskunft des Landkreises Goslar und der Stadt Goslar bereits 8.000 Tonnen Material zurückgebaut und abgefahren worden, 2.000 bis 3.000 Tonnen sollen noch folgen, so die Auskunft der Stadt Goslar in der jüngsten Bau- und Umweltausschusssitzung.

„Wir danken dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig dafür, dass es nach unserer gemeinsamen Anzeige diesen Fall konsequent verfolgt hat und die Deponie nun endlich in einen legalen Zustand überführt und ordentlich gesichert werden kann“, so Annett Jerke vom NABU Goslar und Dr. Friedhart Knolle vom BUND Westharz.

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