Region. Schon ein Funke kann reichen: Durch die hohen Temperaturen ist auch die Waldbrandgefahr aktuell vielerorts hoch. In der niedersächsischen Waldbrandzentrale in Lüneburg erklärt Leiter Knut Sierk, worauf Waldbesucher jetzt achten müssen – und welche einfachen Regeln helfen, Brände zu verhindern.
Waldbrände. Für viele Deutsche dürften sie eine eher abstrakte Gefahr sein. Dabei brennt es im Wald deutlich häufiger, als man vermuten würde. Im Schnitt vier Brände pro Tag registrieren Knut Sierk und sein Team in der niedersächsischen Waldbrandzentrale in Lüneburg. Nicht alle davon sind Waldbrände, erklärt Sierk, aber gut 50 bis 60 Prozent.
"Hauptauslöser sind wir Menschen"
"Ein Feuer entsteht, wenn brennbares Material da ist, wenn Sauerstoff da ist und wenn der auslösende Funke dazu kommt. Und den zündenden Funken, den tragen wir Menschen meistens in den Wald. Das heißt also: Hauptauslöser für Waldbrände sind wir Menschen. Nicht immer mit Vorsatz, aber mit unsachgemäßen Handling, mit offenem Feuer," erklärt Sierk.
Damit es nicht zu einem solchen Brand kommt, sollten Waldbesucher folgende Regeln beachten: "Nicht rauchen im Wald, kein offenes Feuer, nicht grillen außerhalb von Grillplätzen, das Auto nicht über trockenem Gras parken und auch nicht die Rettungswege versperren." Wer einen Brand im Wald entdecken sollte, kann direkt die 112 anrufen und den Brand melden.
K-A-R-L-Prinzip
Leicht zu merken ist hier das sogenannte K-A-R-L-Prinzip. Keine Panik, alarmieren, retten und gegebenenfalls löschen. Letzteres allerdings nur bei wirklich kleinen Schwelbränden. Die eigene Sicherheit geht immer vor, erklärt Sierk. "Das heißt also wirklich: Entfernen vom Brandort und sich in Sicherheit bringen, als Zeuge zur Verfügung halten und für die Einweisung der Löschkräfte vor Ort bleiben, aber in Sicherheit.“
