Goslar. Der Landkreis Goslar weist darauf hin, dass beim Einsatz von Freischneidern, Motorsensen und Mährobotern besondere Vorsicht geboten ist. Insbesondere Igel, Amphibien, Reptilien, bodenlebende Vögel sowie zahlreiche weitere Kleintiere werden durch unsachgemäße oder unachtsame Pflegearbeiten regelmäßig schwer verletzt oder getötet.
Vor Schnitt- und Mäharbeiten sollten Hecken, Gebüsche, Bodendecker, hohes Gras sowie andere unübersichtliche Bereiche grundsätzlich sorgfältig auf Tiere oder Nistplätze kontrolliert werden, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Kreishaus. Dies gelte insbesondere
während der aktuell und noch bis Mitte Juli laufenden Brut- und Setzzeit, aber auch darüber hinaus, da viele Tierarten dauerhaft auf geschützte Rückzugsräume angewiesen sind.
Mähroboter sollten nachts nicht fahren
Mähroboter sollten möglichst nicht in den Abend- und Nachtstunden betrieben werden, da vor allem Igel in dieser Zeit aktiv sind. Auch bei
kommunalen oder gewerblichen Pflegearbeiten sollte auf eine möglichst schonende Vorgehensweise geachtet werden.
Der Schutz heimischer Tierarten beginnt häufig bereits im eigenen Garten oder auf öffentlichen Grünflächen. Rücksichtsvolle Pflege, naturnahe Gartengestaltung und ein bewusster Umgang mit moderner Technik können einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt leisten.

