So will die regionale Wirtschaft Brücken nach China schlagen

Auf Einladung der Wirtschaftsförderung der Stadt Goslar und des Wirtschaftsvereins Pro Goslar e.V. kamen jetzt zahlreiche Vertreter der regionalen Wirtschaft zu einer Informationsveranstaltung zusammen.

Uwe Schwenke de Wall, Cathrin Kaestner (Stadt Goslar), Yi Zhang, Dirk Becker, Carolin Stirner, Tobias Hoffmann, Dr. Hady Seyeda, Christin Schnaithmann, Christian Rehse, Sandra Bogisch (Stadt Goslar) (v. li.).
Uwe Schwenke de Wall, Cathrin Kaestner (Stadt Goslar), Yi Zhang, Dirk Becker, Carolin Stirner, Tobias Hoffmann, Dr. Hady Seyeda, Christin Schnaithmann, Christian Rehse, Sandra Bogisch (Stadt Goslar) (v. li.). | Foto: Stadt Goslar

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Goslar. Wie können regionale Unternehmen erfolgreich auf dem chinesischen Markt agieren und welche strategische Rolle spielen kommunale Netzwerke dabei? Auf Einladung der Wirtschaftsförderung der Stadt Goslar und des Wirtschaftsvereins Pro Goslar e.V. kamen am vergangenen Dienstag zahlreiche Vertreter der regionalen Wirtschaft zu einer hochkarätig besetzten Informationsveranstaltung in den Räumlichkeiten der Ernst Hinrichs Dental GmbH zusammen.



Durch das Programm führten Goslars Erster Stadtrat Dirk Becker und der Vorsitzende von Pro Goslar, Uwe Schwenke de Wall. Darüber berichtet die Stadt Goslar in einer Pressemitteilung. Den Auftakt des Abends gestaltete Tobias Hoffmann in seiner Funktion als Präsident der IHK Braunschweig, der das Thema „China als Markt und Partner für Goslars Wirtschaft“ beleuchtete. Er warb dabei nachdrücklich für das Engagement im Fernen Osten und betonte, dass der Aufbau von Beziehungen zu China für die hiesige Wirtschaft auf jeden Fall und ohne Zweifel Sinn ergibt.

Präsenz vor Ort unerlässlich


Direkt daran knüpfte Carolin Stirner, stellvertretende Geschäftsleitung der CMD Naturkosmetik, an. Aus der Perspektive ihres Unternehmens berichtete sie ganz praktisch von ihren geschäftlichen Beziehungen und Kontakten. Stirner hob dabei hervor, wie unerlässlich eine physische Präsenz vor Ort ist, und untermauerte dies mit persönlichen Erfahrungsberichten von ihren zwei eigenen Messeaufenthalten in China.

Einen profunden Einblick in die Gegebenheiten im Reich der Mitte gewährte anschließend Yi Zhang, Repräsentant des Landes Niedersachsen in der Volksrepublik China. In seinem Vortrag „Was Unternehmen in China erwartet“ ging er auf die grundlegenden administrativen und wirtschaftlichen Strukturen ein und legte die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungspotenziale des Landes detailliert dar.

Aufbau eines Unternehmens in China


Die industrielle Praxis der Region repräsentierte daraufhin Dr. Hady Seyeda, CEO der H.C. Starck Tungsten GmbH. Als erfahrener Branchenkenner bereicherte er den Abend mit sehr persönlichen Einblicken, indem er von seinen eigenen Erfahrungen beim direkten und erfolgreichen Aufbau eines Unternehmens in China berichtete.

Die rein kommunale Perspektive brachte anschließend Christin Schnaithmann, Referatsleiterin für Repräsentation und internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg, in die Veranstaltung ein. Unter dem Titel „Kommunale Netzwerke als Türöffner für internationale Zusammenarbeit“ berichtete sie praxisnah, wie Städte aktiv Kontakte knüpfen und Netzwerke pflegen können. Dies reiche von lebendigen Schulaustauschen bis hin zur konkreten Unterstützung geschäftlicher Beziehungen vor Ort, beispielsweise durch die Organisation und Begleitung von Delegationsreisen. Schnaithmann verdeutlichte, dass dieses städtische Engagement oft den entscheidenden Wegbereiter für den Erfolg regionaler Unternehmen im Ausland darstellt.

Auf Dynamik reagieren


Den Bogen zurück zur unternehmerischen Praxis schlug zum Abschluss nochmals Tobias Hoffmann, dieses Mal jedoch in seiner Rolle als Geschäftsführer der Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH aus Lengede. Er spiegelte in seinem Bericht eindringlich wider, wie rasant und tiefgreifend sich der chinesische Markt gerade in den letzten zwei Jahren verändert hat und dass Unternehmen flexibel auf diese Dynamik reagieren müssen. Dies bedeute jedoch keineswegs, sich aus dem Markt zurückzuziehen. Im Gegenteil: Hoffmann plädierte nachdrücklich dafür, nach wie vor vor Ort präsent zu bleiben und sich aktiv auf die neuen, veränderten Gegebenheiten einzulassen.

Im Anschluss an die Vorträge schloss sich eine lebhafte Austausch- und Diskussionsrunde an, in der die anwesenden Akteure der regionalen Wirtschaft intensiv die Gelegenheit nutzten, drängende Fragen direkt an das Podium zu richten und eigene Marktbeobachtungen zu teilen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Goslar und Pro Goslar zogen nach der Veranstaltung eine durchweg positive Bilanz. Der intensive Austausch unterstrich das große Interesse der regionalen Wirtschaft an globalen Partnerschaften und fand in den Räumlichkeiten der Ernst Hinrichs Dental GmbH einen rundum gelungenen Ausklang.