Großbaustelle Kreuz Süd: Ein kalkuliertes Verkehrschaos?

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Das Kreuz Süd. Rot eingezeichnet, wo eine mögliche Behelfsbrücke gebaut werden könnte. Karte: maps4news.com/©HERE
Das Kreuz Süd. Rot eingezeichnet, wo eine mögliche Behelfsbrücke gebaut werden könnte. Karte: maps4news.com/©HERE

Braunschweig. Auf der letzten Sitzung des Bauausschusses der Stadt stellte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) aus Wolfenbüttel ihre vorläufigen Pläne für das Autobahnkreuz Süd vor. Davon betroffen: Die ganze Region. Saniert werden müssen zwei Brücken, der Verkehr soll zum Teil durch die Stadt geleitet werden.


Während der regelmäßig durchgeführten Zustandsprüfungen der Autobahnbrücken, seien zwei Bauwerke auffällig geworden.Betroffen sei die Überquerung der Wolfenbütteler Straße (A395/B4) über der A39. Hier bestehe sofortiger Handlungsbedarf. Der Verkehr könne zwar noch fließen, es bestehe also keine Notwendigkeit die Straßen zu sperren, allerdings müsse jetzt mit der Planung begonnen werden.

Aktuell befindet sich die Behörde auch bereitsin der Planungsphase. EinSachverständigenbüro hatte bereits einedetaillierte Verkehrssimulation durchgeführt. Diese und Ergebnisse aus umfangreichen Verkehrszählungen hätten nun bereits einige Weichen gestellt. So sei die Entscheidung gegen eine Vollsperrung während der Arbeiten bereits sehr früh klar gewesen.

Etliche Faktoren machen es den Planern nicht einfach: Das Kreuz werde aktuellen Richtlinien nicht gerecht, der gesamte Bereich ist eng bebaut. Neben Tankstellen und Wohnhäuser, verläuft auch noch die Straßenbahn mittig der beiden Fahrtrichtungen. Dazu käme noch die Oker, die in unmittelbarer Nähe fließt. All dies würden die möglichen Dimensionen des Neubaus erheblich einschränken.

Geplant ist eine Behelfsbrücke parallel zum bestehenden Bauwerk. Diese soll ein Teil der Verkehrslast tragen. Ebenso soll der Verkehr durch die Stadt geleitet werden. Hierfür käme zum Beispiel die Salzdahlumer Straße in Betracht. Wichtig sei hierbei, dass alle Bedürfnisse berücksichtigt werden würden. Hier zum Beispiel: Berufsverkehr, Anwohner, Straßenbahn und Rettungswege (zum nahen Krankenhaus).

Einschränkungen garantiert


Sämtliche Überlegungen werden in Absprache mit der Stadt Braunschweig erfolgen, besonders hinsichtlich der Umleitung durch die Stadt. In der Bauzeit sollen Doppelbelastungen durch weitere Straßenbaumaßnahmen vermieden werden.

Über eins sind sich alle Beteiligten aber schon jetzt im Klaren: Es handelt sich hier um einen Eingriff an einer der Hauptverkehrsadern.Hier fahren täglich tausende Fahrzeuge. Es wird definitiv zu verkehrlichen Einschränkungen kommen und das für circa drei Jahre. So lange wird der Bau wohl in Anspruch nehmen. Dies wird besonders den Pendelverkehr zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel, aber auch Fahrer aus Wolfsburg und Salzgitter betreffen.


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