Halloween in der Region: Polizei zu Hunderten Einsätzen gerufen

Verbotene Pyrotechnik, Sachbeschädigungen und gewalttätige Übergriffe hielten die Polizei in der Halloween-Nacht auf Trab.

Symbolfoto
Symbolfoto | Foto: Rudolf Karliczek

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Region. Die Halloween-Nacht hat die Polizei im Bereich der Polizeidirektion Braunschweig erneut stark gefordert. Aufgrund des erfahrungsgemäß erhöhten Einsatzaufkommens hatte sich die Polizeidirektion im Vorfeld mit verstärkter Präsenz auf eine intensive Einsatznacht vorbereitet. Mehrere Hundert Einsätze mussetn abgearbeitet werden.



Zwischen Samstag, 16 Uhr, und Sonntag, 6 Uhr, registrierten die Einsatzkräfte insgesamt 655 Einsätze. Darunter waren zahlreiche Vorfälle im Zusammenhang mit Körperverletzungen, Pyrotechnik, Waffen und Sachbeschädigungen. Zwölf Einsätze wurden unter dem Stichwort Körperverletzung erfasst. Darüber hinaus registrierte die Polizei 69 Vorfälle mit Pyrotechnik oder Waffen, 14 Brände beziehungsweise Kleinbrände, acht Sachbeschädigungen und sechs Schlägereien. Neben dem regulären Einsatzgeschehen standen dabei insbesondere Vorfälle mit Halloween-Bezug im Fokus.

Pyrotechnik gegen Unbeteiligte und Einsatzkräfte


Hervorzuheben ist ein größerer Einsatz in Wolfsburg. Im Stadtteil Westhagen kam es zu einer Ansammlung von rund 120 Kindern und Jugendlichen. Diese hantierten verbotenerweise mit pyrotechnischen Gegenständen und schossen damit in Richtung einer Gruppe unbeteiligter Personen. Als die Polizei einschritt, griffen die Beteiligten auch die Einsatzkräfte mit Pyrotechnik an.

Die Identitäten aller Beteiligten wurden festgestellt und entsprechende Verfahren eingeleitet. Rund 50 Kinder übergab die Polizei an ihre Erziehungsberechtigten. Alle übrigen Personen erhielten Platzverweise. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Brand an Berufsbildenden Schulen in Salzgitter


Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Salzgitter. Dort verschaffte sich eine Gruppe von mindestens 20 Personen gewaltsam Zutritt zu den Berufsbildenden Schulen. Im Inneren des Gebäudes legten die Täter mit einem Molotow-Cocktail Feuer. Dabei wurden Einrichtungsgegenstände beschädigt, die Gebäudesubstanz blieb jedoch unversehrt. Die Täter konnten vor Ort nicht mehr festgestellt werden. Der entstandene Schaden beläuft sich auf einen hohen vierstelligen Betrag.

Polizei kündigt konsequentes Vorgehen an


Uwe Lange, Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Braunschweig, findet für das Verhalten klare Worte: „Seit Jahren beobachten wir aufgrund von Feierlichkeiten und Veranstaltungen steigende Einsatzzahlen in der Halloween-Nacht, auf die wir uns mit verstärkter Präsenz vorbereiten. Wo aber Unbeteiligte und Einsatzkräfte angegriffen werden, wird eine Grenze überschritten. Tätliche Angriffe, Körperverletzungen oder auch der Missbrauch von Pyrotechnik werden von uns in diesem Zusammenhang mit aller Konsequenz verfolgt und zur Anzeige gebracht.“

Am vergangenen Samstag war bundesweit in mehreren Städten zu Versammlungen unter dem Motto „Gen Z regelt“ aufgerufen worden. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Braunschweig kam es zu keinen Versammlungen dieser Art.

Themen zu diesem Artikel


Polizei