Am Neubau des EDEKA-Marktes: Historische Mauer erfolgreich saniert

Wenige Wochen vor der Eröffnung des neuen Marktes konnte nun die Sanierung einer bei Bauarbeiten gefundenen historischen Mauer erfolgreich beendet werden.

Das Projektteam freut sich über die erfolgreich abgeschlossene Restaurierung der denkmalgeschützten Mauer.
Das Projektteam freut sich über die erfolgreich abgeschlossene Restaurierung der denkmalgeschützten Mauer. | Foto: EDEKA Minden-Hannover

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Helmstedt. Beim Neubau des EDEKA-Marktes von Sven Zeidler wurde im Zuge der Bauarbeiten eine denkmalgeschützte Mauer von geschichtlicher, städtebaulicher Bedeutung gesichert. Diese konnte nun erfolgreich saniert werden, wie EDEKA Holzminden-Hannover in einer Pressemitteilung berichtet.



Die Mauer diente einst als Einfriedung eines Gartengrundstücks, das zur traditionsreichen Gastwirtschaft „Zum Goldenen Löwen" gehörte. Das seit 1699 an der alten Handelsstraße gelegene Gasthaus war lange Zeit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Die EDEKA Minden-Hannover hatte die Mauer mit dem Erwerb des Grundstücks miterworben und ließ sie fachgerecht restaurieren, um sie dauerhaft für die Stadt zu erhalten. Im Rahmen der Restaurierung wurden zudem Bäume gepflanzt und Sitzbänke auf Teilen der Mauer montiert, sodass ein einladender Ort zum Verweilen und für Begegnungen im Quartier entstanden ist.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit


Auf der Baustelle des künftigen EDEKA Zeidler kamen nun alle Projektbeteiligten zusammen, darunter Denkmalschutz-Experte Karl-Heinz Broska sowie Vertreter der Stadt Helmstedt. Broska, der als Nachbar des Grundstücks und etablierter Denkmalschützer die EDEKA Minden-Hannover bei der Restaurierung beraten hat, war zudem maßgeblich für die Zusammenarbeit mit der Jugendbauhütte Helmstedt verantwortlich. Bei dem Termin bedankte sich die EDEKA Minden-Hannover ausdrücklich bei allen Beteiligten für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

„Die erfolgreiche Fertigstellung der denkmalgeschützten Mauer ist nicht zuletzt das Ergebnis der guten Zusammenarbeit zwischen der Helmstedter Jugendbauhütte und der pro-tectum gGmbH“, sagt Karl-Heinz Broska. „Die Organisation unterstützt junge Geflüchtete im Conring-Viertel bei ihrer Integration und fördert ihre gesellschaftliche Teilhabe. Durch die Mitwirkung an gemeinwohlorientierten Projekten sammeln die Teilnehmenden praktische Erfahrungen, stärken ihre Kompetenzen und verbessern ihre Chancen auf eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt.“

Helmstedter Geschichte


„Diese Mauer erzählt ein Stück Helmstedter Geschichte – und wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit erfahrenen Partnern einen Weg gefunden haben, sie fachgerecht zu erhalten und für die Menschen im Quartier erlebbar zu machen", so der zukünftige Marktinhaber Sven Zeidler. Die Neueröffnung des rund 1.600 Quadratmeter großen Vollsortimenters mit rund 70 neuen Arbeitsplätzen ist für den 28. Oktober 2026 geplant.

Hintergrund zum Projekt


Die Jugendbauhütten sind ein bundesweites Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, das jungen Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr in der praktischen Denkmalpflege ermöglicht. In der Region ist auf Initiative des Ortskuratoriums Helmstedt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz seit 2021 das Projekt Ostfalen aktiv, das zwischen Helmstedt, Wolfsburg, Braunschweig und Wolfenbüttel angesiedelt ist. Freiwillige der Jugendbauhütte haben in Helmstedt bereits an der historischen Klostermauer nahe der Wallanlagen mitgewirkt, in Königslutter unter anderem am Natursteinmauerwerk des Scheepers Hauses. Bundesweit gibt es 16 solcher Einrichtungen. Seit ihrer Gründung haben rund 6.000 junge Menschen dort mitgewirkt.

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