Asbest in Grundschule gefunden: So soll es weitergehen

In der Grundschule Süpplingen wurde in Bodenproben Asbest festgestellt, Klassenräume mussten gesperrt werden.

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Symbolbild. | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Süpplingen. An der Grundschule herrscht momentan Ausnahmezustand. Einzelne Klassenräume sind gesperrt, für die Schüler muss ein Ersatz gefunden werden. Bei Untersuchungen war eine Kontamination mit Asbest festgestellt worden.



Es ist eine Situation, die nicht nur die Schulgemeinschaft, sondern auch die Samtgemeinde Nord-Elm vor große Herausforderungen stellt: Im April waren in einem Trakt der Grundschule Süpplingen beschädigte Stellen im Boden festgestellt worden, es wurden Proben entnommen. Bei den anschließenden Untersuchungen in einem Fachlabor wurde im Kleber der vorhandenen Vinylbodenplatten eine geringe Menge Asbest festgestellt, wie die Samtgemeinde auf ihrer Website berichtet. Die betroffenen Räume wurden daraufhin vorsorglich gesperrt.

Klassenräume gesperrt


Doch weitere Untersuchungen in anderen Gebäuden brachten noch mehr zutage: Im Flur des zweiten Obergeschosses im Verwaltungs- und Klassentrakt und im Flurbereich des ersten Obergeschosses wurden demnach weitere schadhafte Stellen im Boden entdeckt. Auch hier besteht laut Samtgemeinde der Verdacht, dass auch diese Bereiche belastet sein könnten. Die Folgen sind gravierend: Aus Vorsorgegründen mussten neben den Räumen der 4. Klassen auch die drei Klassenräume der 3. Klassen gesperrt werden.

Container als Ausweichquartier


regionalHeute.de hat den Bürgermeister der Samtgemeinde Nord-Elm, Andreas Kühne, um eine Stellungnahme gebeten. Wie dieser betont, sei das oberste Ziel der Samtgemeinde, schnellstmöglich wieder einen vollständigen Präsenzunterricht für alle Jahrgangsstufen in der Grundschule anzubieten. Aktuell stehe man vor der Herausforderung, dass insgesamt sechs Klassenräume nicht genutzt werden könnten und daher ersetzt werden müssten. Seit dem gestrigen Freitag seien jedoch bereits zwei Containerklassenräume im Einsatz, sodass die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen wieder regulär in den Präsenzunterricht in der Schule zurückkehren konnten.

So geht es weiter


Für die 3. Klassen werde in der kommenden Woche ein rotierendes Unterrichtsmodell umgesetzt. Dies bedeute, dass der Unterricht abwechselnd in Präsenz sowie im Homeschooling stattfinde. In der Zeit vom 15. bis 17. Juni sollen weitere Container aufgestellt werden, um die fehlenden Raumkapazitäten vollständig zu kompensieren. Die 2. Klassen würden in diesem Zeitraum vorübergehend im Homeschooling unterrichtet. Nach aktueller Planung soll der Unterricht ab dem 18. Juni in den neu eingerichteten Containerklassenräumen stattfinden, sodass anschließend wieder alle Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht beschult werden könnten.

Abschließend dankt Andreas Kühne allen Beteiligten, insbesondere den Schülerinnen und Schülern, den Eltern sowie dem Kollegium der Grundschule, für ihr Verständnis und ihre Flexibilität in dieser besonderen Situation.