Besondere Leistungen für die Stadtgesellschaft: Acht Personen ausgezeichnet

Diese acht Personen haben Anerkennung verdient – Der Bürgermeister überreicht Ehrenurkunden.

Bürgermeister und Geehrte: (v.l.) Karl-Heinz Broska, Joachim Scherrieble, Wolfgang Schmidt, Karin Bottke, Beatrix Flatt, Mechthild von Veltheim, Wittich Schobert und Harald Pape.
Bürgermeister und Geehrte: (v.l.) Karl-Heinz Broska, Joachim Scherrieble, Wolfgang Schmidt, Karin Bottke, Beatrix Flatt, Mechthild von Veltheim, Wittich Schobert und Harald Pape. | Foto: Stadt Helmstedt

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Helmstedt. Acht engagierte Helmstedter wurden jetzt im Rathaus ausgezeichnet. Sie alle haben laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung"besonderen Leistungen zum Wohle der Helmstedter Stadtgesellschaft“ erbracht.



Während des feierlichen Festempfanges überreichte Bürgermeister Wittich Schobert jeweils einen Buchgutschein sowie Süßes und Flüssiges und eine Ehrenurkunde an Karin Bottke, Beatrix Flatt, Mechthild von Veltheim, Karl-Heinz Broska, Matthias Torkler, Harald Pape, Wolfgang Schmidt und Joachim Scherrieble.

Das sind die Geehrten


Die Geehrte Karin Bottke dürfte den Menschen in unserer Region insbesondere als Autorin und Kulturorganisatorin bekannt sein. Als Schriftstellerin beschäftigt sie sich mit Romanen, Kurzgeschichten und Kinderbüchern. Auch im kulturellen Leben der Stadt kann man sich beispielsweise bei Lesungen in der Stadtbücherei oder bei der Kulturnacht über Karin Bottkes Werke erfreuen.

Ihr Wirken ist stark geprägt von der deutsch-deutschen Geschichte und dem Leben entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Die Rede ist von Beatrix Flatt, die sich mit journalistischen Werken insbesondere zum Thema „Grünes Band“ einen Namen – nicht nur in unserer Region – gemacht hat. Daneben gilt ihr Engagement der Musik: Als Vorsitzende der Kreismusikschule Helmstedt setzt sie sich stark für die musikalische Bildung und das kulturelle Leben in der Region ein.

Diverse Bautätigkeiten in Helmstedt stehen in Verbindung mit seinem Namen: Karl-Heinz Broska ist als Ortskurator bzw. Vorsitzender des Ortskuratoriums Helmstedt auf vielen Bauplätzen im Stadtgebiet anzutreffen, wenn es um den Denkmalschutz geht. Die Restaurierung des Rathauses der Neumark auf der Braunschweiger Straße ist ein Bauobjekt, das die Handschrift des Geehrten trägt. Sein Engagement gilt neben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in großem Maße unter anderem der Wiederbelebung von Kramers Gut als Kulturgut für die Zukunft unserer Stadt. Mit der Einrichtung der Jugendbauhütte Niedersachsen am Standort Helmstedt setzt Karl-Heinz Broska einen weiteren Baustein für eine erfolgversprechende Weiterentwicklung und Restaurierung von historischer Bausubstanz in Helmstedt.

Die beiden Geehrten Matthias Torkler und Harald Pape könnte man in einer launigen Rede durchaus als „prägende Figuren“ der lokalen Kinokultur bezeichnen. Sie betreiben die beiden Kinos in Helmstedt, das Roxy Lichtspiel Theater und die Camera am Holzberg. Seit 2003 führen sie die beiden heimeligen und atmosphärischen Einzelkinos in der Region. Gern unterstützen sie das kulturelle Leben der Stadt, indem sie das Kino auch für Lesungen, Veranstaltungen unterschiedlicher Art und nicht zuletzt schon jahrelang für die Helmstedter Universitätstage zur Verfügung stellen.

Von 1989 bis 2024 - mehr als 30 Jahre - leitete Mechthild von Veltheim das Kloster St. Marienberg und war mitverantwortlich für die Paramentenwerkstatt der von Veltheim Stiftung. Sie setzte 1989 eine große Familientradition fort und fungierte sehr erfolgreich als siebte Domina in Folge der Familie von Veltheim. 1984 drohte der Konvent, Geschichte zu werden. Das verhinderte Mechthild von Veltheim mit ihrer Bereitschaft, das Amt der Domina des Klosters zu übernehmen. Unter ihrer Führung hat es der Konvent geschafft, die romanische Klosteranlage aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken und zu einem wichtigen Ort der Begegnung für Stadt und Landkreis Helmstedt zu entwickeln. Der Konvent hat sich für die Öffentlichkeit sicht- und erlebbar gemacht.

Ein weiteres ehrenamtliches Betätigungsfeld bedient Wolfgang Schmidt, der früher im Polizeidienst in Helmstedt tätig war und sich durch sein Engagement für die Verkehrssicherheit einen Namen gemacht hat. Der Arbeitskreis „Senioren als Vorbild im Straßenverkehr“ dürfte vielen in der Stadt Helmstedt bekannt sein. Schmidts ehrenamtliches Engagement erstreckt sich darüber hinaus auch auf die Seniorenarbeit. Seit 2018 ist er Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Helmstedt. Insbesondere setzt er sich für die Interessen älterer Menschen ein und beteiligt sich an einer altersgerechten Stadtentwicklung, die die Themen Mobilität und Teilhabe einschließt. Er versteht sich als Mittler zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Politik.

Der frühere Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt und Leiter der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Dr. Joachim Scherrieble, muss in der Stadt Helmstedt wohl kaum noch jemandem vorgestellt werden. Sein Engagement gilt nicht nur der deutschen Zeitgeschichte, sondern setzt sich fort in der so wichtigen Hospizarbeit, in der er als Vorsitzender des Vereins Hospizarbeit Helmstedt e. V. agiert. Er ist der Mitbegründer des Vereins und ist aktiv in der Begleitung von Sterbenden und Angehörigen tätig. Damit aber nicht genug: das Engagement von Joachim Scherrieble erstreckt sich darüber hinaus auch auf das Wirken im Helmstedter Vereine für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen e. V., dessen Vorsitzender er seit 2011 ist.

„Ehrenamtliche Arbeit ist das Herzstück unserer Gemeinschaft. Sie ist es, die unsere Stadt lebendig macht, die Menschen zusammenbringt und Räume für Begegnungen schafft. In jedem Verein, in jeder Initiative, in jedem kleinen Projekt steckt das Engagement von Menschen, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen, die Zeit und Energie investieren, um das Leben in unserer Stadt ein Stück besser zu machen. Für diesen Einsatz danken der Rat der Stadt Helmstedt und ich den Geehrten in ganz besonderer Weise und mit großer Anerkennung“, erklärte Wittich Schobert.

Themen zu diesem Artikel


Bürgermeister Bürgermeister Helmstedt Kino