Ifo-Institut kritisiert EU-Plan zur Industrieförderung

Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, fordert angesichts rapide steigender Importe aus China eine Neuausrichtung im Umgang mit Peking.

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EU-Fahnen (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Berlin. Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, fordert angesichts rapide steigender Importe aus China eine Neuausrichtung im Umgang mit Peking. "Wenn es in China Beschränkungen für ausländische Investoren gibt, sollten wir gleichermaßen antworten, aber letztlich mit dem Ziel, dass China sich stärker öffnet", sagte Fuest dem "Focus".


Es sei richtig, bei "bestimmten, kritischen Gütern Abhängigkeiten abzubauen, etwa in der Produktion von Medikamenten". Aber die von der EU-Kommission geplante Vorgabe, den Industrie-Anteil an der EU-Wirtschaftsleistung auf 20 Prozent zu steigern, halte er für "planwirtschaftlichen Unfug", erklärte der Ökonom mit Blick auf den "Industrial Accelerator Act" (IAA).

Zugleich warnte der Ifo-Präsident davor, bei öffentlichen Aufträgen europäische Anbieter zu bevorzugen. Die von der EU-Kommission geplante "Buy European"-Regel erhöhe die Kosten und sollte daher nur auf Bereiche beschränkt werden, "in denen die Beteiligung ausländischer Anbieter Sicherheitsrisiken mit sich bringt", sagte Fuest.