Landkreis Helmstedt. Ein wichtiger Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung des Helmstedter Reviers: Am heutigen Freitag wurde der Förderbescheid über rund 4 Millionen Euro für das Projekt A2/A39 offiziell an die Stadt Königslutter am Elm übergeben.
Im Haus der Wirtschaft in den Räumlichkeiten der Wirtschaftsregion Helmstedt übergab Matthias Wunderling-Weilbier, Staatssekretär im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, den Förderbescheid an die Stadt Königslutter am Elm. Die rund 4 Millionen Euro stammen aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Unterstützung des Strukturwandels in den Kohleregionen. Mit der Förderung können nun die notwendigen planungsrechtlichen Grundlagen für die Entwicklung des Industrie- und Gewerbegebietes am Autobahnkreuz A2/A39 geschaffen werden. Dazu gehören unter anderem umfangreiche Fachgutachten, Umweltuntersuchungen sowie die Erarbeitung der Flächen- und Erschließungsplanung.
Zukunftsorientierten Entwicklung des Standortes
Das Industrie- und Gewerbegebiet A2/A39 zählt zu den bedeutendsten Strukturentwicklungsprojekten im Landkreis Helmstedt. Auf einer Fläche von rund 82 Hektar sollen attraktive Ansiedlungsmöglichkeiten für Unternehmen entstehen und damit neue Arbeitsplätze, zusätzliche Wertschöpfung sowie langfristige wirtschaftliche Perspektiven für die Region geschaffen werden. Besonderes Augenmerk liegt auf einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Entwicklung des Standortes. So soll am Autobahnkreuz A2/A39 ein modellhaftes Industrie- und Gewerbegebiet entstehen, das wirtschaftliche Entwicklung mit ökologischen und sozialen Anforderungen verbindet. Die Nachhaltigkeitskriterien fließen bereits in die weiteren Planungen ein. Darüber hinaus ist entsprechend der Beschlusslage der Stadt Königslutter am Elm eine Zertifizierung nach anerkannten Nachhaltigkeitsstandards vorgesehen.
So geht es weiter
Für den Förderantrag zeichnet die Stadt Königslutter am Elm verantwortlich, die bei der Kofinanzierung vom Landkreis Helmstedt zu 50 Prozent unterstützt wird. Die operative Umsetzung der nächsten Projektphase wird durch die Wirtschaftsregion Helmstedt gesteuert. Die Ausschreibung für die Umsetzung der nächsten Projektphase ist ab sofort öffentlich einsehbar. Die Beauftragung des Umsetzungspartners ist für den Herbst dieses Jahres vorgesehen. Im Anschluss beginnt die konkrete Ausarbeitung der Planungen für das Industrie- und Gewerbegebiet am Autobahnkreuz A2/A39.
Parallel treiben der Landkreis Helmstedt und die Stadt Königslutter am Elm die Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft voran. Diese soll die Entwicklung des Standortes künftig organisatorisch begleiten und die Umsetzung des Vorhabens langfristig steuern. Die Gründung der Gesellschaft soll noch im Sommer abgeschlossen werden.
Hintergrund
Das Projekt A2/A39 wird im Rahmen des Bundesförderprogramms „STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten“ gefördert. Die STARK-Richtlinie ist eine von zwei Förderrichtlinien der Strukturhilfen des Bundes für die Kohleregionen und unterstützt Projekte, die den wirtschaftlichen Wandel aktiv gestalten. Das Projekt A2/A39 zählt dabei zu den zentralen Zukunftsvorhaben des Strukturwandels im Helmstedter Revier und trägt dazu bei, die Region nach dem Ende der Braunkohleförderung als modernen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.

