Jugendamt Helmstedt: Starker Kinderschutz trotz Herausforderungen

Die Prüfungsmitteilung habe bestätigt, dass der Landkreis Helmstedt wichtige Voraussetzungen für einen wirksamen Kinderschutz geschaffen habe.

Landesrechnungshof bestätigt verlässliche Strukturen im Kinderschutz des Landkreises Helmstedt
Landesrechnungshof bestätigt verlässliche Strukturen im Kinderschutz des Landkreises Helmstedt | Foto: Landkreis Helmstedt

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Helmstedt. Der Landkreis Helmstedt hat bei der überörtlichen Kommunalprüfung des Niedersächsischen Landesrechnungshofs zur Inobhutnahme von Minderjährigen insgesamt ein positives Ergebnis erzielt. Untersucht wurde die Situation in neun niedersächsischen Kommunen im Zeitraum von 2022 bis 2024.Das geht aus einer Presseinformation des Landkreises hervor.



Die Prüfungsmitteilung habe bestätigt, dass der Landkreis Helmstedt wichtige Voraussetzungen für einen wirksamen Kinderschutz geschaffen hat. Das Jugendamt Helmstedt habe den Kinderschutz auch unter den erschwerten Bedingungen aufgrund hoher Zahlen unbegleiteter minderjähriger Ausländer sicherstellen können. So nutze das Jugendamt ein Verfahren zur Personalbemessung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und gewährleistet eine Rufbereitschaft für Inobhutnahmen außerhalb der regulären Dienstzeiten. Damit sei sichergestellt, dass Kinder und Jugendliche auch in akuten Krisen- und Gefährdungssituationen jederzeit geschützt werden können.

Jugendämter vor Herausforderungen


Gleichzeitig mache die Prüfung deutlich, dass die Jugendämter landesweit vor erheblichen Herausforderungen stehen. Dazu zählen insbesondere der Fachkräftemangel, steigende und komplexere Bedarfe der betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie die schwierige Suche nach geeigneten Unterbringungsplätzen. Diese Entwicklungen betreffe auch den Landkreis Helmstedt.

Positiv hervorgehoben werden die Maßnahmen, mit denen der Landkreis auf diese Herausforderungen reagiert. So beteiligt sich das Jugendamt seit 2023 gemeinsam mit vier weiteren Kommunen und einem freien Träger an einem Projekt zur Schaffung einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche mit besonders herausfordernden Verhaltensweisen. Darüber hinaus seien die Stellen für Jugendhilfeplanung und Fachcontrolling wieder vollständig besetzt und als verbindlicher Bestandteil der strategischen Steuerung des Jugendamtes verankert worden.

Bestehende Strukturen weiterentwickeln


„Die Prüfung bestätigt, dass das Helmstedter Jugendamt auch unter ausgesprochen schwierigen Rahmenbedingungen eine verantwortungsvolle und engagierte Arbeit leistet. Für diesen Einsatz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen danke ich unsere Mitarbeitenden ausdrücklich“, erklärt Petra Kantenwein, Leiterin des Geschäftsbereichs Jugend.

Der Landkreis Helmstedt wird die Ergebnisse der Prüfung nutzen, um bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und die Qualität des Kinderschutzes auch künftig nachhaltig zu sichern. Ziel bleibt es, Kindern und Jugendlichen in Notsituationen schnell, verlässlich und bedarfsgerecht Hilfe und Schutz zu bieten.