Juniorwahl: So hätten die Schüler aus der Region gewählt

In allen fünf Wahlkreisen liegt die gleiche Partei bei den Zweitstimmen vorne. Bei den Direktmandaten konnten sich drei der fünf tatsächlichen Sieger auch bei den Schülern durchsetzen.

Symbolfoto.
Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Region. Die Bundestagswahl 2025 ist Geschichte. Die CDU/CSU hat gewonnen, die SPD erlebte ein Debakel und die AfD wurde mit über 20 Prozent zweitstärkste Kraft. So haben die wahlberechtigten Menschen über 18 Jahren in Deutschland entschieden. Doch wie hätten die Schülerinnen und Schüler aus der Region gewählt? Zahlreiche Schulen haben bei der Juniorwahl teilgenommen. Hier sind die Ergebnisse.



Schon seit 1999 gibt es das Projekt Juniorwahl, das Schülern die Bedeutung von Wahlen näher bringen soll. Alle weiterführenden Schulen können mitmachen, Zielgruppe sind vor allem Kinder der 7. bis 9. Klassen. Nach Vorbereitung im Unterricht können diese im Vorfeld der "echten" Wahl ihr Kreuz machen. regionalHeute.de erfragte beim Veranstalter die Ergebnisse in den Wahlkreisen der Region.

Wahlkreis Braunschweig


Im Wahlkreis 50 (Braunschweig) nahmen 22 Schulen teil. Wie bei der tatsächlichen Wahl, hätte auch hier der SPD-Kandidat Dr. Christos Pantazis mit 32,8 Prozent das Direktmandat geholt. An zweiter Position bei den Schülern liegt allerdings Leon Huesmann von den Linken mit 19,9 Prozent vor Carsten Müller (CDU) mit 15,2 Prozent.

Bei den Zweitstimmen ist Die Linke mit 25,2 Prozent die stärkste Kraft. Es folgen SPD (17,2 Prozent), CDU (13,4), Grüne (13,2), AfD (11,9) und die FDP (4,5). Die Sonstigen mit 14,6 Prozent werden vom "Projekt Juniorwahl" leider nicht weiter konkretisiert.

Wahlkreis Wolfsburg-Helmstedt


Im Wahlkreis 51 Helmstedt-Wolfsburg, der auch Teile des Landkreises Gifhorn umfasst, haben 20 Schulen teilgenommen. Bei den Schülern hätte SPD-Kandidat Benjamin Stern mit 26,6 Prozent das Direktmandat gewonnen. Der tatsächliche Sieger, Alexander Jordan von der CDU, taucht noch nicht einmal in den Top-3 auf. An zweiter Stelle liegt Julian Böhm (Die Linke) vor Thomas Schlick (AfD).

Auch hier hat Die Linke mit 24,1 Prozent die meisten Zweitstimmen bekommen. An zweiter Stelle liegt die AfD mit 18,4 Prozent vor SPD (17,1), CDU (14,5), BSW (6,1), Grüne (5,3) und FDP (4,8). Die Sonstigen erreichen zusammen 9,7 Prozent.

Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel


Der Wahlkreis 49 Salzgitter-Wolfenbüttel umfasst auch Teile des Landkreises Goslar. Hier nahmen 19 Schulen teil. Die tatsächliche Gewinnerin des Direktmandates, Dunja Kreiser (SPD), hätte sich bei den Schülern Cem Ince von der Linken geschlagen geben müssen. Und zwar mit 21,7 Prozent zu 29,3 Prozent mit deutlichem Abstand. An dritter Stelle liegt AfD-Kandidatin Angela Rudzka (19,4).

Auch bei den Zweitstimmen liegt Die Linke mit 29,1 Prozent klar vorn. Die AfD ist zweiter mit 19,4 Prozent. Es folgen SPD (14,7), CDU (14,5), Grüne (5,3) und BSW (5,3). Auf die Sonstigen entfallen 11,7 Prozent.

Wahlkreis Peine-Gifhorn


27 teilnehmende Schulen gab es im Wahlkreis 45 Gifhorn-Peine. Hier konnte auch bei den Schülern Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mit 32,7 Prozent klar die meisten Erststimmen gewinnen. An zweiter Stelle liegt Victor Sherazee von der Linken vor AfD-Kandidat Robert Preuß.

Bei den Zweitstimmen hat Die Linke auch hier abgeräumt. Sie liegt mit 25,1 Prozent an erster Stelle. AfD (16,6), SPD (16,4) und CDU (15,7) liegen abgeschlagen dahinter. 7,7 Prozent stimmten für die Grünen, 4,5 für das BSW. Die 13,9 Prozent Sonstige sind auch hier nicht genauer dargestellt.

Wahlkreis mit Goslar


Der Wahlkreis 52 Goslar-Northeim-Göttingen II liegt nur zum Teil in unserer Region. Wie viele der 35 teilnehmenden Schulen aus dem Landkreis Goslar stammen, kann leider nicht gesagt werden. Ohnehin liegt nur das Gesamtergebnis vor. Und diesem zufolge wäre die tatsächliche Gewinnerin des Direktmandates, Frauke Heiligenstadt (SPD), auch bei den Schülern erfolgreich gewesen. Mit 23,9 Prozent liegt sie knapp vor Uta Peggy Plettner-Voigt (Die Linke) mit 22,1 Prozent und AfD-Kandidat Waldemar Rau (20,9).

Bei den Zweitstimmen macht Die Linke den Triumph in allen Wahlkreisen der Region komplett. Auch hier erreicht sie mit 24,3 Prozent den größten Anteil. Es folgen AfD (20,5), SPD (16,1), CDU (14,1), Grüne (5,7), BSW (5,0) und FDP (4,7). Auf die Sonstigen fallen 9,4 Prozent.