Klüssendorf stellt Aus der Rente nach 45 Beitragsjahren infrage

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf stellt die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren infrage.

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Seniorin (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Berlin. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf stellt die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren infrage. "Ich habe große Vorbehalte dagegen, die Rente nach 45 Beitragsjahren einfach so abzuschaffen - und weite Teile der Sozialdemokratie sehen das übrigens genauso", sagte Klüssendorf den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). Er verstehe sehr wohl, dass das Geld koste. "Aber für die Akzeptanz unseres gesamten Rentensystems" müsse die Koalition im Herbst in der Frage "eine kluge Antwort finden".


Die Empfehlungen der Alterssicherungskommission seien nicht unveränderlich. "Der Bundestag ist kein Abnickverein, sondern die gewählte Vertretung der Bevölkerung", so der SPD-Generalsekretär weiter. Es gebe in der Bevölkerung und bei Ministerpräsidenten beider Koalitionspartner die klare Erwartung, "bei wichtigen Punkten noch einmal nachzuarbeiten".

Auch die Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag stellte Klüssendorf infrage: "Ich halte die verpflichtende Krankschreibung ab dem ersten Arbeitstag für nicht zielführend." Die SPD habe im Koalitionsausschuss nur zugestimmt, um die Forderung der Union nach Karenztagen zu verhindern. Das sei ein Kompromiss, dessen Auswirkungen man angesichts der breiten, kritischen Rückmeldungen einfach noch einmal auf Sinnhaftigkeit prüfen sollte, forderte der SPD-Generalsekretär. Man blicke nicht "mit diesem Misstrauen" auf Arbeitnehmer.

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