Region. Die Weltlage ist in den vergangenen Jahren komplexer geworden. Zahlreiche Krisenherde und Kriege beschäftigen die globale Gemeinschaft – auch in Europa werden die Zeiten zusehends unsicherer. Die deutschen Bundesländer arbeiten daher derzeit am sogenannten Petersberger Papier, mit dem sie die Infrastruktur auf einen möglichen Bündnis- oder Verteidigungsfall vorbereiten wollen. Dies betrifft unter anderem auch die Gesundheitsversorgung. regionalHeute.de hat beim Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung nachgefragt, was geplant ist und welche Folgen das für die Kliniken der Region haben wird.
Wie es auf unsere Anfrage hin heißt, lasse sich allgemein sagen, dass aufgrund der veränderten weltpolitischen Lage und potenzieller Gefahren wie Cyberangriffe, Stromausfälle, Extremwetterereignisse, Pandemien und Ähnlichem eine rasche Steigerung der Widerstandsfähigkeit aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive und im Besonderen der gesundheitlichen Versorgungsstrukturen erforderlich sei. Daher hätten sich die Ministerinnen und Minister sowie die Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit für eine klare und abgestimmte länderübergreifende Strategie ausgesprochen.
Auswirkungen auf die Krankenhäuser
Im Rahmen des Petersberger Prozesses sei ein Eckpunktepapier zur Zivilen Verteidigung und zum Krisenmanagement im Gesundheitswesen mit den wesentlichen Forderungen, Aufgaben und Zielsetzungen der Länder erarbeitet worden. Ziel sei, bis zum Ende des Jahres die Grundlagen für die länderspezifische Krisenvorsorge und einen möglichst einheitlichen Rechtsrahmen auf Bundesebene zu schaffen. Welche konkreten Maßnahmen man ergreifen will, um Krankenhäuser auf einen etwaigen Krisenfall vorzubereiten, und welche Auswirkungen das auf die Kliniken der Region haben wird, konnte man auf Anfrage nicht sagen – der Prozess zwischen den Ländern rund um das Petersberger Papier sei noch nicht finalisiert. Weitere Details werde es voraussichtlich Mitte des kommenden Monats geben.

