Sie sind hier: Region >

Region Braunschweig: Mehr als 2.200 Streitfälle: Rechtsschutzexperten der IG BAU waren gefordert



Mehr als 2.200 Streitfälle: Rechtsschutzexperten der IG BAU waren gefordert

Die Gewerkschaft appelliert an Beschäftigte aus den Branchen der IG BAU, sich auch in Pandemie-Zeiten um ihre Belange zu kümmern und die Hilfe der Gewerkschaft zu suchen

von Anke Donner


Die Rechtsschutzexperten der IG BAU  waren im vergangenen Jahr stark gefragt.
Die Rechtsschutzexperten der IG BAU waren im vergangenen Jahr stark gefragt. Foto: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt

Region. Die IG Bau in der Region zieht eine Jahresbilanz. Demnach gab es in den Bereichen der IG BAU Braunschweig - Goslar und Nord-Ost-Niedersachsen 2.270 Streitfälle. Dabei waren die Rechtsschutzexperten der IG BAU im vergangenen Jahr stark gefragt und leisteten Rechtshilfe in Krisenzeiten für Beschäftigte.



Die Rechtsschutzexperten der IG BAU Braunschweig- Goslar - waren im vergangenen Jahr stark gefragt. Insgesamt 1.300 Mal kamen die Berater der Gewerkschaft in den Städten und Kreisen Braunschweig, Salzgitter, Goslar, Helmstedt und Wolfenbüttel zum Einsatz. 970 Streitfälle gab es im Bereich der IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen, zu dem auch Wolfsburg, Peine und Gifhorn gehören. „Vom Verdienstausfall durch Kurzarbeit über fehlende Atemschutzmasken im Job bis hin zu Problemen bei der Kinderbetreuung – Corona hatte zahlreiche Rechtsstreitigkeiten auch in Braunschweig zur Folge“, so der Bezirksvorsitzende Karl-Heinz Ehrenberg.

Wegen der Pandemie habe ein Großteil der Beratungen per Telefon stattgefunden. „Viele Streitfälle gab es in der Gebäudereinigung. Beschäftigte klagten über finanzielle Nöte wegen des niedrigen Kurzarbeitergeldes, Defizite beim Arbeitsschutz oder nicht gezahlte Löhne in der Quarantäne“, berichtet Ehrenberg. In der Baubranche sei es unter anderem um vorenthaltene Corona-Prämien und unbezahlte Überstunden gegangen. Ein weiterer Schwerpunkt sei das Thema Kinderbetreuung gewesen. „Bauarbeiter, Forstbeschäftigte und Reinigungskräfte können kein Homeoffice machen. Wenn Kitas und Schulen geschlossen sind, wird das für sie besonders zum Problem“, so Ehrenberg.



Der Gewerkschafter appelliert an Beschäftigte aus den Branchen der IG BAU, sich auch in Pandemie-Zeiten um ihre Belange zu kümmern und die Hilfe der Gewerkschaft zu suchen. „Arbeitgeber dürfen die Krise nicht als Vorwand nutzen, um das Personal um seine Rechte zu bringen.“
Anspruch auf kostenlosen Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Weitere Infos und Termine gibt es in den zuständigen IG BAU-Büros.


zum Newsfeed