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Offiziell bestätigt: Schulen und Kitas werden geschlossen

Zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus sollen die Schulen in Niedersachsen ab Montag geschlossen bleiben.

von Werner Heise


Symbolfoto
Symbolfoto Foto: Pixabay

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13.03.2020

Region. Nun ist es offiziell. Ab dem kommenden Montag, 16. März, sollen die Schulen und Kindertagesstätten in Niedersachsen geschlossen bleiben. Das hat die Niedersächsische Landesregierung am heutigen Freitag offiziell bekannt gegeben.


Die Schüler können somit zwei Wochen vor Beginn der Osterferien zu Hause bleiben, die regulär erst am 30. März anfangen und bis zum 14. April andauern.

Die Schulen sollen vorerst bis zum 18. April geschlossen bleiben, jedoch mit der Ausnahme von Abiturienten, die bereits ab dem 15. April wieder zurückkehren sollen. Ein Ersatzunterricht für die Zwischenzeit ist nicht geplant.

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Mit Blick auf die niedersächsischen Hochschulen erklärt Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler: "Wir empfehlen den staatlichen niedersächsischen Hochschulen dringend, die vorlesungsfreie Zeit bis zum 19.4. zu verlängern. Auch den Fachhochschulen haben wir empfohlen, den Präsenzbetrieb bis einschließlich 19.4. auszusetzen. Der interne Betrieb in den Einrichtungen wird weitergeführt. Darüber hinaus haben wir auch den Landesbibliotheken empfohlen, den Ausleihbetrieb bis einschließlich 19.4. einzustellen."

All dies seien Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus so gut wie möglich zu verlangsamen. Man wolle ältere und chronisch kranke Menschen schützen. Dafür seien drastische Maßnahmen nötig.

Die Landesregierung schließt eine Verlängerung des Zeitraumes der Schließungen nicht aus. Planungen für dieses Szenario würden derzeit laufen. Ziel sei es jedoch das Virus gerade in der Anfangszeit einzudämmen. Eine Schulschließung auf Dauer würde keinen nachhaltigen Effekt haben.

"Leben retten"



Es gehe darum Leben zu retten, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. Er spricht von einem Fünftel der Bevölkerung, das einen schweren Verlauf der Krankheit zu erwarten habe.

Betreuungsangebote im Notbetrieb



Betreuungsangebote sollen im Notbetrieb vorgehalten werden. Die Ausführung obliege den jeweiligen Kommunen und Trägern. Lehrkräfte müssen weiterhin die Schulen aufsuchen und ihrer Dienstpflicht nachkommen, so das auch hier Angebote entstehen könnten. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden.

Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bis maximal Schuljahrgang 8 in Schulen angeboten werden. Auch in Kindertagesstätten können Notgruppen gebildet werden. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden.

Notenvergabe sichergestellt



Die Notenvergabe werde sichergestellt, ebenso wie die Abschlussprüfungen des Sekundarbereiches I und das Abitur. Die Schulen würden über die Details in Sondererlassen informiert werden. „Keiner Schülerin und keinem Schüler wird ein Nachteil entstehen. Wir stellen uns so auf, dass unterschiedliche Szenarien hinsichtlich der Abschlussarbeiten und Zentralabiturprüfungen umgesetzt werden können. Diese Szenarien sehen vor, dass Maßnahmen für den Ausfall einzelner Schülerinnen und Schüler, einzelner Schulen bis hin zu allen Schulen in Niedersachsen berücksichtigt werden. Dabei werden je nach Szenario auch einzelne Prüfungstermine verschoben. Selbstverständlich werden Lösungen gefunden, die jedem Prüfling die Teilnahme an den Abschlussprüfungen ermöglichen", sagt Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

Hotline eingerichtet



Für Fragen von Eltern und Schulen steht die Servicestelle der Niedersächsischen Landesschulbehörde in Braunschweig zur Verfügung:

0531 484-3333
service-bs@nlschb.niedersachsen.de


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