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Papiermüll: Bäcker fordern die Abschaffung der Bonpflicht



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Papiermüll: Bäcker fordern die Abschaffung der Bonpflicht

Sie setzen sich damit das Ziel, die Bürokratie nachhaltig zu reduzieren.

Symbolfoto: Archiv
Symbolfoto: Archiv Foto: Sina Rühland

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Region. Die Bäcker- und Konditoren-Vereinigung Nord e.V. (BKV-Nord) fordert in ihrer Kampagne gegen Bürokratie "Wir wollen backen statt Akten" eine Abschaffung der Bonpflicht in jetziger Form. Stattdessen fordert sie in ihrem am Mittwoch erschienenem Positionspapier unter anderem die Einführung einer Bagatellgrenze von 10 Euro, ab der eine Produktion eines Kassenbons erst verpflichtend werde.



Die BKV-Nord sehe eine Diskrepanz zwischen dem geltenden Gesetz und der Akzeptanz seitens der Kunden: "In der Regel möchten unsere Kunden überhaupt keinen Kassenbon haben. Da wir aktiv die Bons ausdrucken, finden wir diese, wenn der Kunde überhaupt bereit ist einen Bon mitzunehmen, vor unseren Filialen oft im Müll wieder", so die Vorsitzende der BKV-Nord Maren Andresen. Laut Jan Loleit, Geschäftsführer der BKV-Nord, werde der neue digitale Bon, der mittels QR-Code funktioniert und eine Alternative zur herkömmlichen Quittung darstellt, von der Kundschaft kaum angenommen und genutzt. Auch werde trotz neuer und kostenintensiver Kassensysteme, die dem Finanzamt eine direkte und fälschungssichere Auslesung der Buchungen ermöglicht, weiterhin auf eine Bonpflicht bestanden. "Für uns Bäcker bedeutet das: entweder die Technik für digitale Bons vorhalten, die keiner will oder Unmengen von Papierbons zu produzieren, die die Kunden auch nicht benötigen. Die Kosten müssen wir letztendlich an die Verbraucher weitergeben."

Aus Sicht der Vereinigung sei das Thema durch die Corona-Pandemie in Vergessenheit geraten, weswegen sie mit ihrem Positionspapier den Kunden dieses näherbringen möchte. In diesem schlägt sie darüber hinaus auch eine einmalige Informationsmitteilung an eine zentral agierende Stelle vor, welche den Behörden benötigte Daten weiterleitet, wodurch eine mehrmalige Vermittlung vermieden werde. Auch eine Ausweitung der zulässigen Arbeitszeit an Sonn- und Feiertagen auf acht Stunden sieht das Positionspapier vor.


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