Salzgitter. Dieser Vorfall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Ein Amok-Alarm am Schulzentrum Fredenberg Mitte Februar erforderte einen Großeinsatz der Polizei – auch mit Spezialeinheiten – und von vielen weiteren Rettungskräften, unter anderem der Feuerwehr. Ausgelöst wurde der Einsatz, weil ein 15-Jähriger mit einer Waffe gesichtet wurde – wie sich später herausstellte: eine Anscheinswaffe. Dennoch: Der Schüler hat jetzt eine hohe Summe zu begleichen, die Stadt und Feuerwehr in Rechnung stellen.
Ein Bußgeld von 5000 Euro hat die Stadt Salzgitter dem 15-Jährigen bereits aufgebrummt. Das bestätigt Simone Kessner, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, auf Anfrage von regionalHeute.de. Dieser Bußgeldbescheid sei bereits bestandskräftig. Die Grundlage dafür stellt das Bundeswaffengesetz. In Paragraph 42a wird geregelt, dass das Tragen von Anscheinwaffen verboten ist. Für diese Ordnungswidrigkeit, die der 15-Jährige begangen hat, ist die Summe von 5000 Euro fällig.
Feuerwehr schreibt derzeit ihre Rechnung
Doch dabei wird es für den Salzgitteraner nicht bleiben. Denn: Auch die Feuerwehr wird ihren Einsatz vor Ort in Rechnung stellen. "Es werden mindestens 5500 Euro", erklärt Kessner. Der Gebührenbescheid werde derzeit erstellt. Dabei werde mit Blick auf Einsatzstunden und die verwendeten Fahrzeuge genau abgerechnet.
Ob die Polizei ihren Einsatz ebenfalls noch abrechnen werde, lasse sich derzeit noch nicht abschließend sagen, erklärt Matthias Pintak, Pressesprecher der Polizei Salzgitter, gegenüber unserer Redaktion. Grundsätzlich ließen sich Einsätze im Zusammenhang mit Straftaten auf Grundlage einer Kostenrechnungstabelle dem Straftäter in Rechnung stellen. In diesem Fall liegt aber eine Ordnungswidrigkeit und eben keine Straftat vor. Daher werde derzeit noch geprüft, ob und wie die Polizei noch eine Rechnung schreiben werde.
