Peine. Das traditionelle Peiner „Fest der Kulturen“ Anfang Juni steuert in diesem Jahr erneut auf eine Rekordbeteiligung zu: 27 Organisationen haben sich angemeldet – vier mehr als in den bisherigen Spitzenjahren 2024 und 2025, so das Peiner Bündnis für Toleranz in einer Pressemitteilung.
Großartige Aussichten
Für die Veranstalter ein starkes Zeichen dafür, wie wichtig Begegnung, Offenheit und kultureller Austausch in Peine weiterhin sind. „Das sind großartige Aussichten für ein buntes und lebendiges Fest“, erklärt Henning Meyer, Sprecher des „Peiner Bündnis für Toleranz“. „In diesem Jahr möchten wir das Fest noch internationaler gestalten. Viele Stände werden gemeinsam mit Menschen aus anderen Ländern vorbereitet und geben Einblicke in deren Kultur, Traditionen und Alltag. Genau daraus entstehen spannende Gespräche und ein echter Austausch auf Augenhöhe.“
Das ist geplant
Geplant ist das „Fest der Kulturen“ für Samstag, den 6. Juni, von 11 bis 14 Uhr auf dem Historischen Marktplatz. Besucherinnen und Besucher erwartet erneut ein vielfältiges Programm mit zahlreichen Info-, Aktions- und Mitmachständen. Auf der Bühne sorgen Musik aus Afrika von Bantamba Moolu und der Ukraine sowie Tanzaufführungen und Trommelgruppen für Unterhaltung und eine internationale Atmosphäre. „Das Bühnenprogramm wird wieder besonders abwechslungsreich“, betont Meyer. „Das Fest lebt davon, dass Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenkommen, miteinander ins Gespräch kommen und voneinander lernen.“
Beim Vorbereitungstreffen Anfang März hätte deshalb vor allem die Idee im Mittelpunkt gestanden, das Fest noch bunter und vielfältiger zu gestalten. Jede teilnehmende Organisation könne ihren Stand einem bestimmten Land widmen und ihn gemeinsam mit Menschen aus diesem Land gestalten. „Gut die Hälfte der Stände nutzt diese Möglichkeit, internationale Vielfalt sichtbar zu machen“, erklärt Meyer. „Gerade durch diese persönlichen Begegnungen entsteht eine besondere Atmosphäre. Wer das Fest besucht, kann an einem Tag viele Kulturen kennenlernen, neue Perspektiven entdecken und interessante Menschen treffen.“
Jugend im Fokus
Neu sei in diesem Jahr eine Partnerschaft mit dem bloGGIng-Team und der Kultur-AG des Gymnasiums Groß Ilsede. Geplant sei, auf dem „Fest der Kulturen“ Videos zu drehen und kurze Interviews zu führen, die anschließend zu kurzen Beiträgen für die Sozialen Medien zusammengeschnitten werden. „Wir wollen auf diese Weise mit unserem bunten Fest vor allem die jüngere Generation stärker als bisher erreichen.“
Besonders Jubiläum
Das „Fest der Kulturen“ feiere zudem ein besonderes Jubiläum: Seit 2013 organisiert das „Bündnis für Toleranz – Bunt statt braun“ die Veranstaltung jeweils am ersten Samstag im Juni – ausgenommen in den Corona-Jahren 2020 und 2021. Henning Meyer: „Damit machen wir in diesem Jahr das Dutzend voll.“ Das Bündnis sei bereits 2011 aus Protest gegen einen geplanten Neonazi-Aufmarsch in Peine entstanden. „Damals haben wir gemeinsam ein Zeichen für Toleranz, Offenheit und gegen Hass und Rassismus gesetzt“, erinnert sich Meyer. „Dieser Gedanke trägt das Fest bis heute. Viele Unterstützerinnen und Unterstützer begleiten uns seit der ersten Veranstaltung, gleichzeitig freuen wir uns jedes Jahr über neue Menschen, die sich engagieren und mitmachen möchten.“

