Landkreis Peine. Der Landkreis Peine ergänzt seine digitalen Dienstleistungen im Bereich Aufenthaltstitel der Ausländerbehörde um eine KI-gestützte Dokumentenprüfung, wie er in einer Pressemitteilung bekannt gibt.
Diese wurde seitens des Anbieters des EfA-Dienstes, dem Land Brandenburg, eingerichtet. EfA ("Einer für Alle") bezeichnet Verwaltungsleistungen, die ein Bundesland zentral entwickelt und betreibt, damit andere Länder und Kommunen sie nachnutzen können.
„Ziel ist es, die Online-Antragstellung verständlicher, transparenter und effizienter zu gestalten. Durch die Kombination aus digitalen Anträgen und KI-Unterstützung sollen Rückfragen reduziert und unvollständige Anträge vermieden werden", erläutert Katja Schröder, stellvertretende Kreissprecherin.
Das macht die KI
Nach Zustimmung der Antragsteller prüft die KI die hochgeladenen Nachweise und gleicht diese mit den Angaben im Online-Formular ab. Vor dem Absenden würden Nutzer einen Hinweis erhalten, ob die eingereichten Unterlagen vollständig und die Angaben plausibel oder Nachbesserungen erforderlich seien. Die Entscheidung über Änderungen bleibe jederzeit bei der antragstellenden Person. Die Nutzung der KI ist freiwillig. Über den Aufenthaltstitel würde weiterhin ausschließlich die Ausländerbehörde des Landkreises Peine entscheiden.
Die KI-Unterstützung werde zunächst für ausgewählte Antragsverfahren eingeführt und schrittweise auf weitere digitale Dienstleistungen erweitert.
Datenschutz und IT-Sicherheit
Bei der Entwicklung sei besonderer Wert auf Datenschutz und IT-Sicherheit gelegt worden. Die hochgeladenen Dokumente würden ausschließlich für die automatische Dokumentenprüfung innerhalb des geschützten Online-Dienstes verarbeitet, die Prüfergebnisse nach dem Absenden des Antrags gelöscht und nicht an Dritte weitergegeben.

