Sonnenenergie: Neue PV-Anlage auf Betriebshof eingeweiht

Es war ein langer Weg, doch nun konnte der Wasserverband Peine die neue PV-Anlage auf dem Betriebshof ans Netz bringen.

Verbandsvorsteher Lutz Erwig (Mitte links) und sein Stellvertreter Klaus Saemann geben unter den Frequenzumrichtern symbolisch das Go für die Stromerzeugung auf dem Betriebshof des Wasserverbands Peine.
Verbandsvorsteher Lutz Erwig (Mitte links) und sein Stellvertreter Klaus Saemann geben unter den Frequenzumrichtern symbolisch das Go für die Stromerzeugung auf dem Betriebshof des Wasserverbands Peine. | Foto: Wasserverband Peine

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Peine. Der Wasserverband Peine hat auf seinem Betriebshof eine neue PV-Anlage in Betrieb genommen. Die 192 Module umfassende, aufgeständerte Konstruktion liefert Strom für die Hauptverwaltung. Die überschüssige Menge kann ins Netz eingespeist werden, wie der Wasserverband in einer Pressemitteilung berichtet.



Die PV-Anlage, die binnen weniger Monate von einem regionalen Fachanbieter auf dem Betriebshof errichtet wurde, kann bis zu 86 Kilowattpeak Leistung erzeugen. „Wir benötigen in Spitzenzeiten derzeit bis zu 76 Kilowatt pro Stunde. Damit können wir eine ganz beachtliche Überschussmenge ins Peiner Netz einspeisen“, erläutert Geschäftsführer Schröder entscheidende Konzeptdetails. Er hätte die Anlage gern noch größer ausgelegt, doch dafür wären umfangreiche Umbauten zur Einspeisung ins Netz notwendig geworden. Das hätte sich derzeit einfach nicht für den Verband gerechnet, so Schröder.

„Wir gehen mit unserer Anlage auf dem Betriebshof einen kleineren, aber für uns entscheidenden ersten Schritt in die dezentrale Stromgewinnung aus Erneuerbaren. Bis zu 230.000 Kilowattstunden können wir so im Jahr produzieren, bei einer Eigenverbrauchsquote von gut 35 Prozent. Im Sommer schafft unsere als Carport-Version aufgeständerte Anlage zudem eine angenehme Verschattung – ein weiterer Vorteil in Zeiten des Klimawandels.“

Langer Weg zur PV-Anlage


Viel zu lang für seinen Geschmack, berichtet Olaf Schröder, hinderten rechtliche Vorgaben den Wasserverband Peine an einer klimafreundlichen Stromerzeugung aus Erneuerbaren. „Wir arbeiten ohne Gewinnerzielungsabsicht, das gehört ganz fest zu unserer DNA. Hätten wir vorher Strom erzeugt und eingespeist, was energetisch und wirtschaftlich durchaus Sinn gemacht hätte, wäre es steuerlich für unseren Verband sehr teuer geworden. Mit einer Gesetzesänderung ist es nun auch uns möglich, Strom aus erneuerbaren Quellen für unsere Anlagen selbst zu erzeugen und den Überschuss ins Netz einzuspeisen.“ 2025 geplant, konnte nun nach mehrmonatiger Herstellungsphase die erste eigene PV-Anlage auf dem Betriebshof in Peine ans Netz gehen. „Wir gewinnen nun auch Strom aus nachhaltiger Quelle auf unserem Betriebshof.“ Rund 300.000 Euro investiert der Verband in die regenerative Energieerzeugung am Hauptstandort in Peine.

Die neue PV-Anlage auf dem Betriebshof.
Die neue PV-Anlage auf dem Betriebshof. Foto: Wasserverband Peine



Weitere Anlagen geplant


Seit der Gesetzesänderung in Niedersachsen und damit der Möglichkeit der Stromerzeugung für den Verband beschäftigt sich der Geschäftsführer intensiv mit dem Thema: „Stromerzeugungsmodule werden nach und nach bei unseren Anlagen ein gewohntes Bild werden: Bei größeren Baumaßnahmen wie etwa dem neuen Tiefbehälter Klein Ilsede oder bei den Kläranlagen in Imbsen und Holle sind sie bereits mit eingeplant. Wir schauen nun auch über einzelne Modernisierungsprojekte hinaus, wo wir in den kommenden Jahren klimafreundlich in die Stromerzeugung einsteigen können – primär, um unsere eigenen Anlagen zu versorgen. Damit können wir etwa auch unsere E-Fahrzeugflotte weiter sukzessive im gesamten Verbandsgebiet ausbauen und so weitere CO2-Einsparungen generieren. Einen Strom-Überschuss können wir zudem ins Netz einspeisen und leisten so als Verband auch unseren Beitrag zur CO2-bewussten Energiewende in der Fläche.“

Das Thema Energieerzeugung und -nutzung werde für den Verband in den kommenden Jahren, auch aufgrund der Umweltgesetzgebung mit Eigenerzeugungsquoten, weitere Dynamik entfalten, ist sich Schröder sicher.

Themen zu diesem Artikel


Ilsede