Coaching: So erkennt man unseriöse Anbieter

Die Unterstützungsangebote erfreuen sich in der letzten Zeit steigender Beliebtheit. Doch nicht jeder Anbieter ist seriös – die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor Abzocke.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

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Region. Persönlichkeitsentfaltung, berufliche Weiterentwicklung oder Work-Life-Balance: In sozialen Medien bieten Coaches Unterstützung für alle Lebenslagen. Doch nicht immer halten die Angebote, was sie versprechen. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt, wie unseriöse Anbieter vorgehen, auf welche Warnzeichen Interessierte achten sollten und was Betroffene bei enttäuschenden Verträgen tun können.



Bei der Suche nach einem passenden Coaching sollten Verbraucherinnen und Verbraucher besonders aufmerksam sein. Insbesondere in den sozialen Medien sind viele unseriöse Anbieter unterwegs. „Die Kontaktaufnahme läuft oft nach dem gleichen Muster ab“, warnt Markus Hagge, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen, und erklärt: „Zunächst wird mit kostenlosen Schnupperangeboten gelockt. In persönlichen Gesprächen werden Interessierte dann unter Druck gesetzt, einen teuren Coaching-Vertrag zu unterschreiben.“ Mittlere vierstellige Beträge für die angepriesenen Programme sind dabei keine Seltenheit.

Auf Warnsignale achten


Die Vertragsunterlagen sind oft nichtssagend, die Ergebnisse enttäuschend. „Betroffene berichten uns immer wieder, dass sie nur aufgezeichnete Videos, statt der erhofften individuellen Beratung erhalten haben“, so Hagge. Er rät dazu, Angebote in Ruhe zu prüfen. Hellhörig sollten Interessierte werden, wenn sich ein Coach als Universalgenie für alle Arten von Problemen präsentiert.

Auch beim Widerrufsrecht gilt es, genau hinzuschauen. „Verbreitet ist die Taktik, allgemein gehaltene Informationen umgehend zur Verfügung zu stellen und damit das Erlöschen des Widerrufsrechts zu begründen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten besonders vorsichtig sein, wenn sie per Klick auf eine Auswahlbox angeblich ihr 14-tägiges Widerrufsrecht verlieren“, warnt Hagge. Mitunter sei die Umsetzung jedoch rechtswidrig, sodass ein Widerruf dennoch möglich sein kann. Hier lohnt sich eine rechtliche Prüfung. Weitere Informationen zum Thema Coaching-Verträge erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher auch auf der Website der Verbraucherzentrale Niedersachsen.