Region. Nach Ende der zweiten öffentlichen Beteiligung am Windenergieverfahren liegen knapp 800 Stellungnahmen vor. Damit gab es halb so viele Stellungnahmen wie zur 1. Auslegung, bei der rund 1.600 Stellungnahmen eingegangen waren. Das berichtet der Regionalverband Großraum Braunschweig in einer Pressemitteilung.
Dies hatte Anna Weyde, Leiterin der zuständigen Abteilung für Regionalentwicklung, erwartet: „Wir haben in unserem 2. Entwurf vor allem die Windenergie-Vorranggebiete des 1. Entwurfes angepasst. Die Anpassungen haben wir nachvollziehbar und transparent begründet – daher überrascht uns der Rückgang der Stellungnahmen nicht. Fast alle Flächen waren schon bekannt. Viele fachliche Einwände zu den Flächen sind bereits in die Überarbeitung des 1. Entwurfes eingeflossen.“
Stellungnahmen werden geprüft
Das nun folgende Prozedere ist das gleiche wie bei der ersten Auslegung: Alle Stellungnahmen werden geprüft und fachlich sortiert. Sämtliche einzelnen Einwendungen werden aufgenommen und in der dann folgenden Abwägung behandelt. “Wenn es keine weitreichenden Anpassungen geben muss, können wir die Planung rechtzeitig der Verbandsversammlung vorlegen und damit den Weg in Richtung rechtskräftigem Plan weitergehen”, erläutert Weyde.
Ausweisung zusätzlicher Flächen
Und weiter sagt sie: „Damit erreichen wir das Ziel der niedersächsischen Gesetzgebung für 2027: Bis zum Jahresende sollen 2,46 Prozent des Verbandsgebiets rechtskräftig als Windenergiegebiete festgelegt sein. Aktuell liegen wir sogar bei rund 2,95 Prozent.“ Einige Kommunen sind parallel mit der Ausweisung zusätzlicher Flächen befasst. Auch diese Flächen können bei Rechtskraft auf das Flächenziel angerechnet werden. Der Regionalverband betreibt ein regelmäßiges Monitoring über den Stand dieser Ausweisungen.

