Regierungspartei gewinnt Kosovo-Wahl - keine eigene Mehrheit

Bei den Parlamentswahlen im Kosovo hat die Partei von Premierminister Albin Kurti die meisten Stimmen gewonnen, jedoch nicht genug, um alleine regieren zu können. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam die Partei Vetevendosje offiziellen Zahlen ⁠zufolge auf rund 42,9 Prozent.

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Albin Kurti vor Parteianhängern am 07.06.2026
Albin Kurti vor Parteianhängern am 07.06.2026 | Foto: Erkin Keci/AA/Abaca/ddp via dts Nachrichtenagentur

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Pristina. Bei den Parlamentswahlen im Kosovo hat die Partei von Premierminister Albin Kurti die meisten Stimmen gewonnen, jedoch nicht genug, um alleine regieren zu können.


Nach Auszählung fast aller Stimmen kam die Partei Vetevendosje offiziellen Zahlen ⁠zufolge auf rund 42,9 Prozent. Das ist weniger als bei der vorherigen Wahl im Dezember, als die Partei 51 Prozent erreichte. Die oppositionelle Demokratische Partei des Kosovo (PDK) und die Demokratische Liga des Kosovo (LDK) erhielten 21,1 Prozent bzw. 17,6 Prozent der Stimmen.

Die Wahl war die dritte innerhalb von 16 Monaten und wurde notwendig, da die politischen Parteien keinen neuen Staatschef wählen konnten, um die ehemalige Präsidentin Vjosa Osmani zu ersetzen. Obwohl Vetevendosje eine klare Mehrheit im Parlament hat, benötigt ein Präsident mindestens 80 Stimmen in der 120-köpfigen Versammlung. Aufgrund eines Boykotts der Opposition waren bei den jüngsten Parlamentsabstimmungen nicht genügend Abgeordnete anwesend, um eine gültige Wahl zu ermöglichen.

Die politische Krise im Kosovo dürfte nach den Wahlen anhalten. Kurti, der seine parlamentarische Mehrheit mit Unterstützung von Abgeordneten ethnischer Minderheiten bei der Wahl im Dezember erreichte, steht nun den beiden Hauptoppositionsparteien PDK und LDK gegenüber.