Ein Mega-Schredder für diesen Schrottplatz: Der Rat muss sein OK geben

Die vorgesehene Fläche für die Gesamtmaßnahme erstreckt sich über rund 50.000 Quadratmeter. Die Verarbeitungsmenge soll sich fast verdoppeln.

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Salzgitter. Die Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH firmiert als Tochter der Salzgitter AG auf dem Gelände des Stahlwerks in Salzgitter. An diesem Standort bereitet das Unternehmen seit Jahrzehnten Schrotte und metallhaltige Abfälle auf, um der Stahlproduktion die gewonnenen Rohstoffe wieder zuzuführen. Jetzt ist eine Investition nötig, für die auch das OK des Rates der Stadt Salzgitter nötig ist.



Wie es in der Beschlussvorlage der Verwaltung heißt, die aktuell die politischen Gremien durchläuft, betreibt die Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DEUMU) aktuell einen Schrottplatz, ein Fallwerk, eine Presse, zwei Großscheren und eine Schredderanlage. Zur Erhöhung der Rückgewinnungsquoten und zur Reduzierung der Emissionen plant das Unternehmen auf einer unmittelbar benachbarten Fläche die Errichtung und den Betrieb eines neuen Schredders mit den erforderlichen Einheiten für Umschlag und Zwischenlagerung der Eingangs- und Ausgangsmaterialien.

1.760 Tonnen pro Tag


Die Ausmaße sind enorm: Die vorgesehene Fläche erstreckt sich über rund 50.000 Quadratmeter. Bislang dient diese der Zwischenlagerung von einsatzfähigen Schrottsorten. Die Durchsatzkapazität der Schredderanlage soll sich von 988 Tonnen auf 1.760 Tonnen pro Tag erhöhen. Nach Errichtung und Inbetriebnahme ersetzt die neue Schredderanlage die Vorgängeranlage, die anschließend außer Betrieb genommen werden soll.

Hier (roter Kreis) soll die Schredderanlage entstehen.
Hier (roter Kreis) soll die Schredderanlage entstehen. Foto: Stadt Salzgitter


Ergänzend ist die Umnutzung einer 24.445 Quadratmeter großen, bisher brachliegenden Geländefläche als Lagerfläche für Fertigschrotte geplant. Die Kapazität dieser Lagerfläche ersetzt die Kapazität der durch den neuen Schredder beanspruchten Teilfläche. Eine Erhöhung der Lagerkapazität sei nicht beabsichtigt.

Stadt muss OK geben


Zur Genehmigung des Vorhabens habe die DEUMU beim Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig einen Antrag auf Genehmigung zur wesentlichen Änderung sowie Zulassung des vorzeitigen Beginns der Errichtung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz gestellt, berichtet die Verwaltung. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ist auch die Stadt Salzgitter beteiligt. Sie muss ihr OK geben.

Offiziell heißt das "Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens nach Baugesetzbuch". Laut Hauptsatzung der Stadt Salzgitter ist hierzu eine Ratsentscheidung notwendig. Diese könnte in der nächsten Ratssitzung Ende September erfolgen

Keine Gründe dagegen


Denn nach Ansicht der Verwaltung gibt es keine Gründe, die gegen die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens sprächen. Das Vorhaben sei auf dem Werksgelände der Salzgitter Flachstahl GmbH vorgesehen. Für diesen Bereich liege kein Bebauungsplan vor. Die nähere Umgebung entspreche einem faktischen Industriegebiet nach Baunutzungsverordnung und sei durch Gebäude und Lagerflächen geprägt, die hinsichtlich ihrer Grundfläche und Höhe mit dem beantragten Vorhaben vergleichbar seien.

Das Vorhaben füge sich nach der Art und dem Maß der baulichen Nutzung sowie der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung ein. Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse blieben gewahrt, und das Ortsbild werde nicht beeinträchtigt. Das Vorhaben sei planungsrechtlich zulässig.