Salzgitter. Im Januar dieses Jahres hatte die Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen den Vorschlag gemacht, das derzeitige Konzept des Aufstellens temporärer Weihnachtsbäume im öffentlichen Raum zu überdenken. Stattdessen sollten Nadelbäume mit Eignung als Weihnachtsbaum an zentralen Plätzen in den Stadtteilen Lebenstedt, Salzgitter-Bad, Thiede und Gebhardshagen gepflanzt werden. Jetzt gibt es in der Sache Neuigkeiten.
In seiner Februarsitzung hatte der Rat der Stadt einen entsprechenden Prüfauftrag beschlossen. Die Verwaltung sollte herausfinden, unter welchen Voraussetzungen standortfeste Nadelbäume, die sich unter Umständen auch als geschmückte Weihnachtsbäume eignen würden, gepflanzt werden können. Weiter sollte die Verwaltung ermitteln, welche Standorte im Stadtgebiet hierfür geeignet sind. Nun liegt hierzu eine Mitteilung der Verwaltung vor, die aktuell durch die politischen Gremien geht.
Diese Voraussetzungen sieht die Stadt
Demnach sieht die Verwaltung bestimmte Voraussetzungen, die zur Verwendung der Bäume als geschmückte Weihnachtsbäume erfüllt sein müssen. Dies sind unter anderem die Anschlussmöglichkeit für elektrische Beleuchtung, eine gute Erreichbarkeit zum Aufstellen und Anbringen der Dekorationseinrichtungen, ausreichend Platz und gute Bedingungen für das Wachstum der Bäume und eine möglichst zentrale Lage auf einer städtischen Fläche.
Die Verwaltung empfiehlt als Baumart die Nordmanntanne. Diese sei extrem standsicher und wachse im Idealfall zu einem dichten, ganzjährig grünen, repräsentativen Solitärbaum heran. Im Alter erreiche der Baum eine Höhe von zirka 30 Metern und eine Breite von 6 bis 8 Metern. Aufgrund der Wurzelausbildung sei ein Umpflanzen nahezu unmöglich. Der Abstand zu Gebäuden und Nachbargrundstücken sollte daher mindestens 5 Meter betragen.
Es dauert seine Zeit
Die Kosten je Standort würden sich auf zirka 3.000 Euro je Baum und Standort für die Pflanzung und eine dreijährige Pflege belaufen. Bis der neu gepflanzte Baum das imposante Erscheinungsbild der bisherigen Weihnachtsbäume mit Höhen von zirka 6 bis 10 Metern an den Standorten Rathaus in Lebenstedt, Berliner Platz in Lebenstedt und Marktplatz in Salzgitter-Bad aufweise, würden mindestens 10 Jahre vergehen.
Hier könnten die Bäume stehen
Im Abgleich der Kriterien und des vorgeschlagenen Baumes hat die Verwaltung vier mögliche Standorte für neu zu pflanzende Weihnachtsbäume ausgemacht. Dies sind die Grünfläche im Bereich des Burghofes in Gebhardshagen, die Grünfläche am Parkplatz gegenüber altem Kino an der Konrad-Adenauer-Straße in Lebenstedt, die Grünfläche zwischen dem Sportplatz SC Gitter und der Straße Zum Gittertor in Salzgitter-Bad und die Grünfläche an der Kreuzung Ahornstraße / Lange Hecke in Thiede.
Die Festlegung eines der genannten Standorte oder anderer potentiell geeigneter Flächen liege allerdings in der Gestaltungshoheit der Ortsräte, so die Verwaltung abschließend.

