Salzgitter. Gruselige Kostüme, geschmückte Motorräder und jede Menge Gemeinschaftsgefühl: Beim Halloween Ride Out am Salzgittersee kamen am Samstag zahlreiche Motorradbegeisterte zusammen, um gemeinsam auf Tour zu gehen und gleichzeitig etwas Gutes zu tun. In diesem Jahr steht die Veranstaltung ganz im Zeichen der Unterstützung des Kinderhospizes Löwenherz in Braunschweig.
Organisiert wurde das Halloween Ride Out von Paula aus der Nähe von Wolfenbüttel und ihrem Team, das die Veranstaltung gemeinsam auf die Beine gestellt hat. Das Motorradtreffen hat inzwischen Tradition. Bereits seit knapp zehn Jahren kommen Motorradfahrer rund um Halloween am Salzgittersee zusammen. Zum dritten Mal wurde die Veranstaltung offiziell angemeldet und findet in Zusammenarbeit mit der Polizei statt.
Zusammenhalt der Szene
„Wir möchten die Gemeinschaft zusammenbringen, damit sich die Menschen kennenlernen, über ihre Motorräder austauschen und vielleicht sogar neue Freundschaften entstehen“, erklärt Paula. Für sie und ihr Team steht vor allem der Zusammenhalt innerhalb der Motorradszene im Vordergrund.
Engagement für Kinderhospiz
Seit zwei Jahren verbindet das Organisationsteam den Halloween Ride Out mit einem wohltätigen Zweck. Während im vergangenen Jahr ein Tierheim in der Region unterstützt wurde, sollen die Spenden in diesem Jahr dem Kinderhospiz Löwenherz in Braunschweig zugutekommen. Damit wollen die Motorradfahrer zeigen, dass ihre Leidenschaft weit über gemeinsame Ausfahrten hinausgeht. „Es geht natürlich auch um den guten Zweck. Das ist uns sehr wichtig“, betont Paula.
Im vergangenen Jahr nahmen rund 310 Motorradfahrer an der Veranstaltung teil. Auch diesmal rechnete die Organisatorin mit etwa 300 Teilnehmern. Das zunächst wenig einladende Wetter am Morgen könnte allerdings einige Motorradfahrer von der Teilnahme abgehalten haben.
Ausfahrt nach Braunschweig
Ausgangspunkt des Halloween Ride Outs ist traditionell der Parkplatz am Salzgittersee. Der Treffpunkt bietet ausreichend Platz für die zahlreichen Maschinen und mit dem See zugleich eine passende Kulisse. Von dort aus führt die gemeinsame Ausfahrt zum Globus-Markt nach Braunschweig. In den vergangenen Jahren war das Harz-und-Heide-Gelände das Ziel. Der neue Endpunkt bietet nach Angaben der Organisatorin vor allem praktische Vorteile: Der große, vollständig asphaltierte Parkplatz ermöglicht es den Teilnehmern, ihre Motorräder sicher abzustellen.
Begleitet wird die Ausfahrt von der Polizei. Die Zusammenarbeit soll für einen möglichst sicheren Ablauf sorgen. Auch ein Fotograf ist in diesem Jahr dabei, um die besonderen Momente der Veranstaltung festzuhalten.
Mehr als nur Motorradtour
Für Paula und ihr Team ist das Halloween Ride Out längst mehr als eine Veranstaltung rund um Motorräder. Besonders schön sei es, wenn sich Teilnehmer aus den Vorjahren wiedersehen, miteinander ins Gespräch kommen und neue Kontakte knüpfen. „Mich erfüllt es, wenn ich sehe, wie die Menschen hier zusammenkommen und vielleicht sogar Freundschaften entstehen“, erzählt sie.
Gleichzeitig möchten die Organisatoren mit dem Treffen das öffentliche Bild der Motorradszene positiv prägen. Motorradfahrer sollten nicht grundsätzlich als Störenfriede wahrgenommen werden. Die gemeinsame Veranstaltung und die Zusammenarbeit mit der Polizei zeigten, dass gegenseitiger Respekt und ein gutes Miteinander möglich seien.
Auch der Halloween-Gedanke spielt dabei eine Rolle. Für manche Teilnehmer ist das Fest nicht nur mit Verkleidungen und Grusel verbunden, sondern auch mit dem Erinnern an Verstorbene und dem Bewahren gemeinsamer Erinnerungen. Am Ende zählt für Paula und ihr Team vor allem eines: Menschen mit derselben Leidenschaft zusammenzubringen, den Zusammenhalt in der Region zu stärken und dabei gemeinsam etwas Gutes zu bewirken.
Das Halloween Ride Out zeigt damit, dass hinter der Leidenschaft für Motorräder auch Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft und soziales Engagement stehen.

