Schockanruf und Enkeltrick: Polizei warnt und gibt Tipps

Erneut kam es zu solchen Betrugsversuchen durch unbekannte Anrufer.

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Salzgitter. Ein älterer Geschädigter hatte einen Anruf seines "angeblichen" Enkelsohnes erhalten. In diesem Telefonat machte der Anrufer deutlich, dass er aufgrund einer Krankheit von dem Geschädigten Bargeld in einer höheren mittleren fünfstelligen Summe forderte. Der Angerufene glaubte in dieser Situation an den Wahrheitsgehalt der geschilderten Situation und übergab wenig später einem Boten eine fünfstellige Bargeldsumme. Es handelte sich dabei um die häufige Betrugsmasche des sogenannten Schockanrufes beziehungsweise Enkeltricks. Dies teilte die Polizei mit.


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Der Bote wird wie folgt beschrieben: Circa 160 bis 165 Zentimeter groß, circa 50 bis 60 Jahre, dunkelblonde Haare (Tendenz in Richtung Glatze), etwas pummelige Statur, trug dunkelfarbene Bekleidung, sprach dialekt- und akzentfrei.

Weitere Anrufe


Zwei weitere ähnlich gelagerter Straftaten ereigneten sich noch am selben Tag. Im ersten Fall habe eine Geschädigte einen Anruf ihrer "angeblichen" Tochter erhalten. In dem Gespräch habe die Anruferin angegeben, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu sein, bei der eine Person zu Tode kam. Es wurde eine Kautionssumme in einer niedrigen fünfstelligen Höhe gefordert. Zu einer Geldübergabe kam es jedoch nicht.

Im zweiten Fall habe sich ein Anrufer als Sohn des Angerufenen Seniors ausgegeben und eine fünfstellige Bargeldsumme gefordert. Als Erläuterung wurde eine anstehende Operation beschrieben. Der Geschädigte erkannte den Betrugsversuch, ein Vermögensschaden ist nicht eingetreten.

Warnung der Polizei


"Wir möchten sie erneut sensibilisieren und vor dieser Betrugsmasche warnen", erklärt die Polizei und gibt Tipps, wie man sich vor dieser Betrugsmasche schützen kann.

Man soll immer misstrauisch sein, wenn sich Anrufer nicht mit Namen melden. Stets sollte man sich den Namen des Anrufers nennen lassen und gegebenenfalls Fragen zur Person des Anrufers stellen. Dabei sollte man Dinge erfragen, die man auch tatsächlich überprüfen kann.

Man sollte sich auch nie am Telefon drängen lassen. Es ist immer wichtig, genug Zeit zu erbitten, die Angaben des Anrufers zu überprüfen. In diesem Fall soll man vertraute Personen Anrufen und den Sachverhalt gemeinsam besprechen.

Am Telefon sollte man niemals über Wertsachen und Bargeld sprechen. Diese sollten auch nicht zuhause deponiert werden, sondern an einem sicheren Ort wie der eigenen Bank.

Sollte man einen verdächtigen Anruf erhalten, sei es immer richtig, die Polizei zu informieren. Falls man bereits Opfer eines Enkeltricks geworden ist, sollte man Anzeige erstatten.

Telefonbucheinträge sollen nicht mit Vorname und Adresse gespeichert werden. Täter hätten sonst leichtes Spiel, wenn die persönlichen Daten im Internet zu recherchieren sind.

In jedem Fall stünde die Polizei immer rund um die Uhr zur Verfügung: "Wir helfen ihnen immer gerne."


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