Schüsse in Salzgitter: Familienstreit eskalierte

Einen Tag nach dem Polizeieinsatz in Salzgitter-Lebenstedt rückte die Polizei am Sonntagabend erneut zu einem Großeinsatz aus.

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Symbolfoto | Foto: Rudolf Karliczek

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Salzgitter. Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung am Samstag in Lebenstedt (regionalHeute.de berichtete) ist die Polizei am Sonntagabend erneut zu einem größeren Einsatz ausgerückt. In Salzgitter-Bad war es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Dabei sollen auch Schüsse gefallen sein.



Anwohner berichteten von einem Großeinsatz, Schüssen, zerborstenen Fenstern und einer weiträumigen Absperrung der Straße Am Eikel. Auf Nachfrage von regionalHeute.de erklärte Christian Wolters, Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig, dass es gegen 18 Uhr zwischen mehreren Angehörigen zweier Salzgitteraner Familien zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sei. Dabei seien auch Schüsse gefallen.

Keine Verletzten


Bei der verwendeten Waffe habe es sich höchstwahrscheinlich um eine Gasdruckwaffe gehandelt. Durch das Abfeuern der Waffe seien nach bisherigen Erkenntnissen weder Personen verletzt noch Sachen beschädigt worden. Etwaige Sachschäden, auch an einem Fenster, seien durch die sonstige Auseinandersetzung entstanden und nicht durch die Schussabgabe.

Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden. Dies gelte insbesondere auch für die Anwohner und das nahegelegene Pflegeheim. Die Lage sei für die Polizei zunächst jedoch unklar gewesen. Daher seien die Einsatzkräfte vorsorglich auf „Nummer sicher“ gegangen, so Wolters.

Ermittlungsverfahren eingeleitet


Im Zusammenhang mit dem Vorfall wurden ein Verfahren wegen schweren Landfriedensbruchs sowie zwei Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an. Insbesondere die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung sind noch Gegenstand der Ermittlungen. Festnahmen habe es nicht gegeben.