Region.Die Sommerferien 2026 haben auf Niedersachsens Autobahnen erneut zu einem hohen Verkehrsaufkommen und spürbar mehr Behinderungen geführt. Wie die aktuelle Staubilanz des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt zeigt, wurden während der Ferienzeit 5.338 Staus mit einer Gesamtlänge von 11.990 Kilometern erfasst. Damit stiegen sowohl die Zahl der Staus als auch die Staulänge im Vergleich zum Vorjahr weiter an. 2025 registrierte der ADAC 4.545 Staus mit insgesamt 10.533 Kilometern Länge.
Die Zahlen verdeutlichen die anhaltend hohe Bedeutung von Auto und Camper für die Urlaubsreise. Der Ferienstart von Niedersachsen und fünf weiteren Bundesländern sorgte bereits für einen starken Andrang auf den Autobahnen. Zwei Wochen später, als sich nahezu alle Bundesländer gleichzeitig in den Sommerferien befanden, nahmen das Verkehrsaufkommen und somit auch die Stauzahlen nochmals deutlich zu.
A 7 erneut Stauspitzenreiter
Stauspitzenreiter war in diesem Jahr wieder einmal die A 7. Auf Deutschlands längster Autobahn zählte der ADAC 1.160 Staus mit einer Gesamtlänge von 3.630 Kilometern. Es folgten die A 27 mit 807 Staus und 1.435 Staukilometern sowie die A 2 mit 737 Staus und 2.092 Kilometern.
Baustellen sorgen für Behinderungen
Wenn es Staus und Behinderungen gab, lag das zumeist an Baustellen. Insbesondere die Langzeitbaustellen auf der A 7 und der A 27 wirkten sich spürbar auf den Verkehrsfluss aus und führten regelmäßig zu Verzögerungen.
Der staureichste Werktag der Ferien war der 12. August. An diesem Tag registrierte der ADAC 187 Staus mit einer Gesamtlänge von 396 Kilometern. Insgesamt summierten sich die Verzögerungen an diesem Tag auf 214 Staustunden.
Längster Stau war 25 Kilometer lang
Für die längsten Staus der Ferien sorgte ebenfalls die A 7. Am Sonntag, 2. August, mussten Reisende zwischen den Anschlussstellen Schneverdingen und Allertal auf einer Länge von bis zu 25 Kilometern Geduld aufbringen. Auch die weiteren Spitzenwerte der Sommerferien wurden auf diesem Autobahnabschnitt, jedoch in der anderen Richtung, verzeichnet.
Auffällig: Drei der längsten Staus entstanden an Sonntagen und unterstreichen, dass dieser Wochentag zunehmend für die An- und Abreise in den Urlaub genutzt wird.

