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Stunde der Besinnung am Volkstrauertag

von Alexander Dontscheff


Die städtische Delegation trotzte dem Regen und legte einen Kranz am Ehrenmal auf dem Hauptfriedhof nieder. Fotos: Alexander Dontscheff
Die städtische Delegation trotzte dem Regen und legte einen Kranz am Ehrenmal auf dem Hauptfriedhof nieder. Fotos: Alexander Dontscheff Foto: Dontscheff

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19.11.2017

Wolfenbüttel. Mit einer "Stunde der Besinnung" wurde am heutigen Totensonntag in der Lessingstadt der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Nach einer Feierstunde in der Schule am Teichgarten ging es bei recht ungemütlichem Wetter zur Kranzniederlegung auf den Hauptfriedhof.


"Der Volkstrauertag ist kein rückwärtsgewandtes Ritual, sondern er erinnert regelmäßig daran, welches Leid Krieg über die Menschen bringt", erklärte Axel Gummert, Ortsverbandsvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), im Rahmen der Begrüßung. Er leiste damit einen ständigen Dienst am Frieden, denn die Kultur des Friedenwahrens könne nie als abgeschlossen angesehen werden.

Später berichtete Gummert von der Arbeit des 1919 gegründeten VDK. Die Angehörigenbetreuung gehöre seit den Anfangstagen zu den Schwerpunkten. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hätten sich viele neue Möglichkeiten ergeben, in Ost- und Südosteuropa neue Schlachtfelder zu finden und den Gefallenen zu einer würdigen Grabstelle zu verhelfen. Auch den Angehörigen würde damit geholfen, wenn sie wüssten, wo der Großvater gefallen ist, so Gummert. Der VDK unterstützt Angehörige auch beim Besuch dieser Stätten.


Das Klarinettenquartett der Großen Schule sorgte für den musikalischen Rahmen. Foto: Dontscheff



Zuvor hatte Propst Dieter Schultz-Seitz in seiner Ansprache ebenfalls auf die Bedeutung des Volkstrauertages hingewiesen. "Eigentlich sollte man annehmen, dass mittlerweile jeder erkannt hat, dass Krieg nur zu Leid und Tod führt. Leider sieht die Realität anders aus", so Schultz-Seitz. Zudem betonte er, dass Krieg niemals eine "heilige Sache" sein könne. Dies widerspräche den Prinzipien jeder Religion und sei ein Missbrauch des Namens Gottes.

Die Veranstaltung wurde vom Klarinettenquartett der Großen Schule musikalisch begleitet. Schüler der Leibniz-Realschule trugen außerdem kurze Texte vor, die einerseits die Kriegsbegeisterung vor Beginn des Ersten Weltkrieges, anderseits aber auch dessen Ablehnung verdeutlichten.

Nach der Feierstunde in der Schule am Teichgarten ging es hinaus in den Regen. Am Ehrenmal auf dem Hauptfriedhof legten diverse Organisationen Kränze nieder. Das "Lied vom guten Kameraden" erklang auf der Trompete und Axel Gummert verlas das "Totengedenken".


Axel Gummert vor dem Ehrenmal. Foto: Dontscheff



Weitere Eindrücke von der "Stunde der Besinnung" finden Sie hier:

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