Trinkwasserpreise in Osnabrück steigen zum 1. November

Die Trinkwasserpreise in der Stadt Osnabrück steigen zum 1. November.

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Euromünzen (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Osnabrück. Die Trinkwasserpreise in der Stadt Osnabrück steigen zum 1. November. Das teilten die Stadtwerke mit.


Künftig zahlen die Menschen in Osnabrück pro 1.000 Liter 2,38 Euro brutto; zuvor lag der Kubikmeterpreis bei 2,08 Euro. Der Grundpreis steigt um etwa 25 Euro pro Jahr.

Als Gründe nennt das Unternehmen steigende Kosten für Betrieb und Unterhaltung sowie vor allem dringend notwendige Investitionen in die Trinkwasserinfrastruktur. Tino Schmelzle, Geschäftsführer der SWO Netz, sagte: "Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Damit wir auch künftig jederzeit sauberes und qualitativ hochwertiges Wasser liefern können, investieren wir kontinuierlich in unsere Netze, Anlagen und technischen Systeme. Die Preisanpassung ist erforderlich, um diese hohe Versorgungsqualität langfristig sicherzustellen." Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm Wasser investiert die Stadtwerke-Netztochter nach eigenen Angaben jetzt und in den kommenden Jahren mehr als 120 Millionen Euro in der Region.

Schmelzle zufolge ist PROWasser neben dem Glasfaserausbau das größte Infrastrukturprogramm in der Geschichte der SWO. Die Investitionen seien dringend nötig, auch um die Trinkwasserversorgung im Hinblick auf den Klimawandel resilient aufzustellen. Beispiele sind der Neubau größerer Hochbehälter in Lüstringen und am Schinkelberg, die in Trockenperioden hohe Tagesverbräuche besser puffern können.

Hinzu kommt der Bau eines neuen Wasserwerks in Thiene samt 25 Kilometer langer Verbindungsleitung bis zum Piesberg. In diese beiden Projekte fließt laut Stadtwerken ein hoher zweistelliger Millionenbetrag.

Schmelzle betonte, Preiserhöhungen seien nie erfreulich. Deshalb prüfe das Unternehmen seine Kosten sehr sorgfältig und nehme Anpassungen nur vor, wenn sie unumgänglich seien.

Der Anspruch bleibe, dass sich die Menschen in Osnabrück jederzeit auf eine sichere und hochwertige Trinkwasserversorgung verlassen können. Für einen durchschnittlichen Singlehaushalt in Osnabrück mit einem Verbrauch von rund 50 Kubikmetern im Jahr bedeutet die Erhöhung eine jährliche Mehrbelastung von rund 40 Euro. Eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von etwa 150 Kubikmetern wird mit Mehrkosten von circa 70 Euro im Jahr belastet.