Nach erneuter Galeria-Insolvenz: Hoffnungsschimmer für Mitarbeiter

Der Warenhaus-Riese musste erst vor wenigen Tagen erneut Insolvenz anmelden, wie es für die Filialen weitergeht, ist ungewiss. Doch zumindest für die Beschäftigten zeichnet sich ein kleiner Silberstreif am Horizont ab.

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Archivbild. | Foto: Matthias Kettling

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Braunschweig/Goslar. Das Unternehmen Galeria gehört zweifellos zu den großen Sorgenkindern im deutschen Einzelhandel. Wie berichtet, musste erst vor rund einer Woche erneut ein Insolvenzantrag gestellt werden – und das bereits zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren. Die Zukunft des Kaufhausriesen ist ungewiss, doch zumindest für die Mitarbeiter scheint es nun einen kleinen Hoffnungsschimmer zu geben.



Für Galeria ist es ein weiterer Versuch, sich zu sanieren. Zuletzt gab es vor zweieinhalb Jahren ein Insolvenzverfahren, neun von damals 92 Kaufhäusern wurden geschlossen. Für 33 Standorte versuchte das Unternehmen, neue Mietkonditionen zu verhandeln. Wie erst am 24. September dieses Jahres bekannt wurde, schien das zumindest in Braunschweig auch gelungen zu sein. Dort soll der Mietvertrag auf Grundlage einer neuen Vertragsbasis mindestens bis Ende April 2028 weitergeführt werden. Unsicherer war jedoch die Lage für die Mitarbeitergehälter.

Gehälter standen auf der Kippe


Deutschlandweit sind rund 12.000 Mitarbeiter unmittelbar von der erneuten Galeria-Insolvenz betroffen und für sie war die vergangene Woche nicht nur von Ungewissheit über die berufliche Zukunft geprägt, sondern auch von Geldsorgen – denn ob wie zuvor auch dieses Mal wieder Insolvenzgeld und damit die Löhne gezahlt werden würden, war ungewiss.

Bundesagentur für Arbeit soll Insolvenzgeld zahlen


In unserer Region gibt es noch zwei Galeria-Standorte – die Filialen in Braunschweig und Goslar. Auch dort mussten die Mitarbeiter um ihre Gehälter bangen. Doch nun scheint es zumindest in dieser Hinsicht einen Silberstreif am Horizont zu geben. Übereinstimmenden Medienberichten, die sich auf eine dpa-Meldung beziehen, zufolge sollen die Beschäftigten Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit erhalten. Für die Galeria-Mitarbeiter dürfte das allerdings nur ein kleiner Trost sein, denn dieses wird maximal für drei Monate gezahlt. Wie es danach weitergeht, ist bislang offen.