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Unfall mit Rettungswagen - DRK prangert Handy-Gaffer an


Am Rettungswagen entstand laut DRK Totalschaden. Foto: Alexander Dontscheff
Am Rettungswagen entstand laut DRK Totalschaden. Foto: Alexander Dontscheff Foto: Dontscheff

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23.08.2017

Wolfenbüttel. Zu dem Unfall auf der Kreuzung Salzdahlumer Straße/Neuer Weg vom heutigen Morgen, bei dem der sich im Rettungswagen befindende Patient verstarb, nimmt das DRK Wolfenbüttel wie folgt Stellung.



Unser Rettungswagen nahm zuvor auf der Ahlumer Straße einen Patienten auf, der unter Reanimationsbedingungen ins Klinikum gebracht werden musste. Während der Fahrer den Wagen über die Salzdahlumer Straße Richtung Klinikum Wolfenbüttel steuerte, kämpften im medizinischen Abteil der Notarzt aus Braunschweig und eine Notfallsanitäterin um das Leben des Patienten.

An der Kreuzung Neuer Weg tastete sich der Rettungswagen bei Rot in den Kreuzungsbereich hinein. Als er die Kreuzung fast schon wieder Richtung Mittelweg verlassen hatte, wurde unser Wagen an der Hinterachse von einem Porsche getroffen, der aus Richtung Braunschweig kam. Der Aufprall war derart heftig, dass der Rettungswagen umstürzte.

Bei diesem Unfall wurden die beiden Helfer schwer verletzt. Sowohl die Notfallsanitäterin als auch der Notarzt kamen auf die Intensivstation des Klinikums Wolfenbüttel. Beide Fahrer wurden leicht verletzt, stehen aber unter Schock und wurden ebenfalls ins Klinikum eingeliefert. Nach dem Aussetzen der Reanimationsbemühungen konnte auch bei dem Patienten nur noch der Tod festgestellt werden.

"Um Details des Unfallhergangs zu klären, warten wir natürlich Ergebnisse eines Gutachters ab", erklärt Wilhelm Borchert, der stellvertretende Leiter des DRK-Rettungsdienstes. "Fest steht allerdings, dass an unserem Fahrzeug Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet waren und sich der Fahrer sehr vorsichtig über die Kreuzung bewegt hat."

Nach Auskunft Borcherts liegt der letzte Unfall eines DRK-Fahrzeugs unter Sonderrechten "mindestens 10 bis 15 Jahre" zurück. "Unsere Fahrer absolvieren gleich zu Beginn ihrer Ausbildung ein Fahrsicherheitstraining, das regelmäßig aufgefrischt werden soll." Zudem appelliert Borchert an die anderen Verkehrsteilnehmer, stets Rücksicht zu üben, wenn sich ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn nähert.



In der Folge des Unfalls rückten auch Kräfte der Feuerwehr Wolfenbüttel und die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK aus. "Leider mussten wir erneut feststellen, dass Gaffer und Fotografen den Einsatz behindert haben", berichtet SEG-Leiter Dirk Jürges. "Obwohl sie mehrfach weggeschickt wurden, mussten diese Leute tatsächlich hinten in den umgestürzten Wagen rein fotografieren", ist Jürges fassungslos.

Neben der SEG wurde auch das Kriseninterventionsteam des DRK alarmiert. Dessen Mitarbeiter betreuten die Unfallopfer im Klinikum.

"Unsere Gedanken sind bei unseren Kollegen und der Familie des verstorbenen Patienten", betont DRK-Kreisvorstand Andreas Ring. Jetzt gelte es, den Unfallhergang zu rekonstruieren. Am Rettungswagen des DRK entstand Totalschaden.

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