Region. Obststräucher, Nussbäume oder Kräuter. Am Wegesrand und im Wald findet der Spaziergänger beim genaueren Hinsehen allerlei essbare Schätze. Ein Portal sammelt die zur Verfügung stehenden Obst und Gemüsesträucher und veröffentlicht sie in einer digitalen Karte.
Mundraub.org ist eine kostenlose Online-Plattform, auf der eine digitale Karte die Standorte von Obst und Kräutern im öffentlichen Raum abbildet. Mittlerweile nutzen über 25.000 Menschen die Plattform um Fundorte miteinander zu teilen, Erfahrungen und Rezepte auszutauschen. Gibt man in dem Suchfeld der Karte Stadt oder Postleitzahl ein, findet man gegebenenfalls die Standorte, an denen fast vergesse Obstschätze weilen. Die Idee hinter dem Portal: die Menschen sollen tunlichst erkennen, wie viel Obst im öffentlichen Raum an Sträuchern und Bäumen hängt, häufig aber verkommt.
Wo darf ich pflücken?
Doch Vorsicht – nicht jeder eingetragene Obstbaum ist auch für die Öffentlichkeit bestimmt. Bevor man also beherzt Kirschen pflückt, sollte man klären, ob das Obst auch wirklich für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Die Eigentumsrechte müssen feststehen, denn nicht jede Kirsche, die am Wegesrand hängt, darf auch gegessen werden. Rechtliche Verantwortung für die Obsternte trägt das Gemeinnützige Unternehmen nämlich nicht. Im Zweifelsfall also lieber nachfragen, ob das Stück Land nicht doch verpachtet ist oder einen privaten Eigentümer hat.
In Naturschutzgebieten ist das Ernten übrigens verboten. Nach der "Handstraußregel" darf jeder nur so viel ernten, wie er in der Hand mitnehmen kann. Nachzulesen sind die Regeln im Mundräuber-Regelwerk der Initiative.

